Staatsregierung sucht nach Lösungen
Kein deutsches Bier bei Fußball-WM

Im Streit um den Ausschluss bayerischen Biers von der Fußballweltmeisterschaft 2006 hofft der Freistaat auf eine Lösung im Gespräch mit dem Fußball-Weltverband.

HB MÜNCHEN. Die Staatsregierung werde auf das WM-Organisationskomitee zugehen und prüfen, welche Möglichkeiten es gebe, sagte eine Sprecherin von Kultusministerin Monika Hohlmeier (CSU) am Dienstag. Sie bestätigte damit einen Bericht des "Münchner Merkur".

Bei den WM-Spielen wird nach derzeitigem Stand kein deutsches Bier ausgeschenkt werden können, weil die Fifa einen Vertrag mit dem US- Braukonzern Anheuser-Busch geschlossen hat. Anheuser-Busch habe für die Exklusivrechte 40 Millionen Euro an die Fifa gezahlt, sagte SPD - Landtagsfraktionschef Franz Maget. Das einst von zwei deutschen Auswanderern unter dem Namen "Bavarian Brewery" gegründete Unternehmen stellt unter anderem die Marke "Budweiser" her.

Die WM-Task Force der Staatsregierung prüfe nun, ob die Verträge Spielräume ermöglichten, sagte die Sprecherin. Dazu habe es am Montagabend bereits Gespräche gegeben.

Die beiden bayerischen WM-Städte München und Nürnberg planten bereits "Fan-Dörfer" außerhalb der Bannmeilen um die Stadien, sagte Maget. "Die Städte werden sicherstellen, dass die WM-Besucher mit ordentlichen Produkten versorgt werden." Nürnberg habe ein noch größeres Problem als München. Dort gehe es nicht nur ums Bier, sondern auch um die Nürnberger Bratwurst. "McDonalds hat exklusiv die Wurstversorgung gekauft", sagte Maget.

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