Staatssekretär Tacke ist dafür
Riester lehnt Bundesliga-Bürgschaften ab

Bundesarbeitsminister Walter Riester (SPD) hat sich gegen staatliche Bürgschaften für Bundesligavereine nach einer möglichen Pleite der Kirch-Gruppe ausgesprochen.

vwd/afp BERLIN/HAMBURG. "Mit Ausfallbürgschaften sollten wir nicht so schnell sein", sagte Riester am Donnerstagabend im ZDF. Dagegen verteidigte der Staatsekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Alfred Tacke, die geplante Bund-Länder-Bürgschaft für die Fußball-Bundesliga.

Tacke sagte der "Bild"-Zeitung (Freitagsausgabe), es handele sich angesichts der Finanzkrise des Medienunternehmens Kirch "um einen reinen Vorsorgeplan". Wenn die nächste Rate von Kirch für die Fußball-Fernsehrechte ausbleibe, könnten die Bundesliga-Vereine bei ihren Banken Kredite aufnehmen. Die Bürgschaft diene "nur als Sicherheit für diese Kredite".

Zur Zeit ist laut Tacke aber offen, ob die Bürgschaft überhaupt benötigt werde. "Den Vereinen wird nichts geschenkt. Das wissen die Klubs auch", betonte der Wirtschafts-Staatssekretär in der Zeitung. Die Klubs müssten die Mittel "selbstverständlich zurückzahlen". Die Vereine rechneten ohnehin damit, dass sie die erste Zeit selbst überbrücken könnten. Manche Klubs sind dazu nach Tackes Worten aber "wohl höchstens vier Wochen in der Lage". Tacke verhandelt nach eigenen Angaben auf ausdrücklichen Wunsch von Bundeskanzler Gerhard Schröder mit Vertretern der Bundesliga und der Bundesländer über die Bürgschaft.

Gemäß dem bis 2004 laufenden Vierjahresvertrag der Bundesliga mit Leo Kirch muss dessen Münchner Unternehmen insgesamt 1,53 Mrd. Euro an die 36-Profi-Vereine zahlen. Davon stehen 360 Mill. Euro für die Saison 2002/2003 sowie 460 Mio EUR für das folgende Fußballjahr aus.

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