Staatssekretär tritt wegen Irak-Politik zurück
Blair verliert nach und nach Teile seines Gefolges

Aus Protest gegen die Irak-Politik der britischen Regierung ist am Dienstag ein Staatssekretär im Gesundheitsministerium zurückgetreten. "Im Endeffekt unterstütze ich dieses Vorgehen nicht und es wäre heuchlerisch von mir, wenn ich in der Regierung bliebe", sagte Lord Philip Hunt dem Radiosender BBC.

Reuters LONDON. Am Vortag hatte bereits der Fraktionschef der Labour-Partei von Premierminister Tony Blair, Robin Cook, seinen Rücktritt erklärt. Auch Entwicklungshilfeministerin Clare Short hat mit Rücktritt gedroht, wenn britische Truppen ohne ein Mandat der Vereinten Nationen (Uno) einen Krieg gegen Irak führen sollten.

Premierminister Blair unterstützt die harte Haltung der USA in der Irak-Krise. US-Präsident George W. Bush hat Iraks Präsident Saddam Hussein ultimativ aufgefordert, binnen 48 Stunden das Land zu verlassen. Sollte das nicht geschehen, werde dies zum Krieg führen. Schätzungen aus Kreisen der Labour-Partei zufolge könnten 150 von rund 400 Labour-Abgeordneten Blair in der Irak-Politik die Gefolgschaft verweigern. Am Nachmittag sollte das Unterhaus über die Irak-Politik beraten.

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