"Stabilisierung der Aktionärsstruktur": Commerzbank begrüßt Rück-Beteiligung

"Stabilisierung der Aktionärsstruktur"
Commerzbank begrüßt Rück-Beteiligung

Der Vorstand der Commerzbank AG, Frankfurt, begrüßt die am Donnerstag bekanntgegebene Beteiligung der Münchener-Rück-Gruppe in Höhe 10,4 Prozent am Commerzbank-Aktienkapital.

vwd/Reuters FRANKFURT. Dies diene der Stabilisierung der Aktionärsstruktur der Bank, sagte ein Sprecher auf Anfrage von vwd. Damit ist die Münchener-Rück-Gruppe größter Commerzbank-Aktionär. Zweitgrößter ist die Assicurazioni Generali SpA, Triest, mit der die Commerzbank eine auf zehn Jahre vereinbarte Allfinanz-Vereinbarung hat. Ob sich hier mit der Direktversicherung Ergo der Münchener Rück später einmal Probleme ergeben könnten, ist nach Ansicht von Beobachtern eine offene Frage.

Da die Münchener Rück über ihre Beteiligung und Vereinbarung mit der HypoVereinsbank kooperiert, nahm die Börse erwartungsgemäß auch gleich Spekulationen über einen HVB/Commerzbank-Deal auf. Die spanische Großbank SCH hält 4,8 Prozent an der Commerzbank. Die Rebon-Gruppe/Cobra hat ihre gesammelten Anteile/Stimmrechte an der Commerzbank im letzten Jahr auf unter zehn Prozent reduziert. Diese Commerzbank-Aktien und-Stimmrechte sind seit Bekanntwerden Gegenstand von Spekulationen über die Commerzbank beziehungsweise über deren Suche nach einem Partner.

Commerzbank-Vorstandssprecher Klaus-Peter Müller nimmt am Donnerstag Nachmittag an der Veranstaltung der G-20+1 in Frankfurt teil. Obwohl sein Thema die EU-Osterweiterung ist, erwarten Marktteilnehmer von ihm auch ein Statement zur Meldung über die Beteiligung der Münchener-Rück an der Commerzbank.

Cobra: Sind offen für Gespräche

Die Investorengruppe Cobra ist indes zu Gesprächen über die Zukunft der Commerzbank bereit und sieht ihr Engagement bei der Bank als mittelfristiges Investment. "Wir sind offen für Gespräche", sagte Cobra-Investor Klaus-Peter Schneidewind am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. "Natürlich gibt es Kontakte unterschiedlicher Art."

Cobra vertritt für Investoren zwei Pakete von jeweils 4,98 Prozent an der Commerzbank. Am Morgen hatte der Rückversicherer Münchener Rück bekannt gegeben, seinen Anteil an der Commerzbank auf 10,4 Prozent aufgestockt zu haben. Der italienische Versicherungspartner der Commerzbank, Assicurationi Generali, kontrolliert 9,9 Prozent der Bank.

Zur Begründung der Münchener Rück, bei der Aufstockung des Commerzbank-Anteils handele es sich lediglich um ein Finanzinvestment, sagte Schneidewind, dies halte er für nicht besonders glaubwürdig.

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