Stabilisierung der Waffenruhe gefordert
Fischer ruft zu "äußerster Zurückhaltung" im Nahen Osten auf

Nach dem Selbstmordattentat eines Palästinensers mit drei Todesopfern hat Bundesaußenminister Joschka Fischer die Konfliktparteien im Nahen Osten zu "äußerster Zurückhaltung" aufgerufen.

dpa BERLIN. "Die Bundesregierung verurteilt die gestrigen Selbstmordanschlag in Binjamina auf das Schärfste", sagte Fischer am Dienstag in Berlin. Gewalt und Terror seien durch nichts zu rechtfertigen. "Nur eine klare Absage an Gewalt und Terror bilden die Voraussetzung für eine Stabilisierung der gespannten Lage in der Region."

Fischer forderte die Parteien auf, sich jeglicher Provokation zu enthalten. "Alle Energie muss sich auf die Stabilisierung der Waffenruhe und die rasche Umsetzung der Mitchell-Empfehlungen konzentrieren", sagte er.

Bei dem Anschlag vor dem Bahnhof der Stadt Binjamina südlich von Haifa riss der Attentäter zwei junge Soldaten mit sich in den Tod. Acht weitere Menschen wurden verletzt, darunter einer lebensgefährlich. Die palästinensische Autonomiebehörde hatte das Attentat verurteilt. Der 20-jährige Attentäter aus der Stadt Nablus war nach Medienberichten vor zwei Monaten dem Islamischen Dschihad beigetreten. In einer Stellungnahme der Gruppe, die sich zu dem Anschlag bekannte, hieß es, mit dem Anschlag habe man die Entführung eines ranghohen Mitglieds der Organisation bei Bethlehem am Vortag rächen wollen.

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