Stabilisierung des Weltölmarktes
Russische Ölfirmen weisen OPEC-Kritik zurück

Die führenden russischen Ölfirmen haben die Kritik der OPEC an einer zu geringen Drosselung ihrer Förderung zurückgewiesen.

dpa MOSKAU. Weitergehende Forderungen der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) seien schädlich für die russische Wirtschaft, sagte der Vorsitzende der zweitgrößten Ölfirma Yukos, Michail Chodorkowski, am Donnerstag in Moskau. Russland wolle weiterhin ein unabhängiger Ölproduzent bleiben und seine Energiepolitik selbst bestimmen, erklärte Wagit Alekperow, der Chef des größten Ölkonzerns Lukoil in einem Interview mit der Zeitung "Nesawissimaja Gaseta".

Die wichtigsten russischen Ölfirmen hatten Anfang der Woche vereinbart, ihre Förderung um 30 000 Barrel (je 159 Liter) oder 0,5 % der täglichen Fördermenge zu drosseln. Die OPEC beschloss am Mittwoch in Wien, die Förderung in ihren Ländern täglich um 1,5 Mill. Barrel zu reduzieren, wenn auch unabhängige Produzenten wie Russland, Norwegen und Mexiko zusammen eine halbe Million Barrel weniger fördern. Die russische Presse wertete dies als "Öl-Ultimatum an Russland".

Der für die Energiebranche zuständige russische Vizeregierungschef Viktor Christenko sagte in Baku, Russland wolle weiter gemeinsam mit der OPEC an einer Stabilisierung des Weltölmarktes arbeiten. Doch auch die Förderdrosselung der OPEC sei bislang nur eine Absichtserklärung. Chodorkowski sagte nach Angaben der Agentur Interfax, die russischen Firmen würden ihre Ölgewinnung nur dann reduzieren, wenn die Regierung dies verbindlich anordne.

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