Stabilisierungstendenzen
Nutzfahrzeugbranche ist zuversichtlich

Die deutsche Nutzfahrzeugbranche verbreitet kurz vor Beginn der IAA für Nutzfahrzeuge Zuversicht. "Gegenüber dem von Unsicherheit geprägten Bild der Gesamtwirtschaft schlägt sich die Nutzfahrzeugindustrie wacker", betonte der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Bernd Gottschalk, am Montag in Frankfurt.

HB/dpa FRANKFURT/MAIN. Nach einem schwachen Jahresbeginn zeichneten sich jetzt erste vorsichtige Stabilisierungstendenzen ab. Im August 2002 legten die Aufträge aus dem Inland saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat bei Transportern um neun Prozent, bei Lkw über sechs Tonnen Gesamtgewicht um sechs Prozent zu.

In den ersten acht Monaten lag damit der inländische Auftragseingang bei Transportern mit minus einem Prozent fast auf Vorjahresniveau. "Das beweist, dass Produktionsinitiativen ein gutes Stück Marktschwäche ausgleichen können", betonte Gottschalk. Es zeige auch, dass der Transporter eine vielversprechende Zukunft habe.

Bei den schweren Nutzfahrzeugen gab es dagegen zwischen Januar und August ein deutliches Minus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. "Bei schweren Lkw haben wir nach wie vor einen schwierigen Markt, aber saisonbereinigt gibt der Zuwachs im Auftragseingang ein willkommenes Signal für den IAA-Auftakt", sagte Gottschalk. Die IAA für Nutzfahrzeuge beginnt am 12. September in Hannover.

Die ausländischen Bestellungen von Transportern gingen im August binnen Jahresfrist um 14 Prozent zurück. Bei schweren Lkw gab es dagegen ein Plus von sechs Prozent. Für die ersten acht Monate ergibt sich damit für leichte Nutzfahrzeuge ein Orderrückgang von elf Prozent, bei schweren Lkw von einem Prozent.

Die Zahl der Neuzulassungen in Deutschland war im August mit 20 300 Nutzfahrzeugen zehn Prozent schwächer als 2001. Auch die Produktion lag 13 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Allerdings habe es einen Arbeitstag weniger gegeben, betonte der VDA. "Die Segel sind gesetzt", kommentierte Gottschalk die Zahlen. Was jetzt noch fehle, seien Wachstum und Vertrauen der Verbraucher.

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