Stabschef im Weißen Haus ernannt
Erste Personalentscheidung Obamas spaltet Israel und Palästinenser

Bereits die erste Personalentscheidung des künftigen US-Präsidenten Barack Obama hat in Israel und bei den Palästinensern ein völlig gegenteiliges Echo ausgelöst.

HB RAMALLAH/TEL AVIV. „Unser Mann im Weißen Haus“ kommentierte die israelische Tageszeitung „Jediot Achronot“ am Freitag die Ernennung des demokratischen jüdischen Kongressabgeordneten Rahm Emanuel (48) zum Stabschef im Weißen Haus. Eine Sache sei gewiss: „Das Weiße Haus wird Israel sehr gut verstehen“, heißt es weiter. „Rahmbo übernimmt Washington“, titelte die „Jerusalem Post“ und wies ebenfalls auf die Verbindung zu Israel hin.

Dagegen zeigte sich die Palästinenserführung enttäuscht von der ersten Personalentscheidung Obamas. Mitarbeiter aus dem Umfeld von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, die namentlich genannt werden wollten, äußerten die Sorgen, dass Emanuel voreingenommen gegenüber Israel sein könnte. Als Gründe dafür wurden angeführt, dass Emanuel während des Golfkrieges von 1991 als freiwilliger Zivilist Dienst in der israelischen Armee geleistet haben soll. Darüber hinaus habe sein Vater vor der Unabhängigkeit Israels in der rechtsgerichteten zionistischen Untergrundbewegung Irgun gekämpft, heißt es.

Emanuel ist US-Staatsbürger. Er wurde am 29. November 1959 in Chicago geboren und war bereits als Berater für Ex-Präsident Bill Clinton in den 90er Jahren mit wichtigen Regierungsaufgaben betraut.

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