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Stada steigert Umsatz im 3. Quartal nur leicht - Prognose bestätigt

Der Arzneimittelhersteller Stada hat im dritten Quartal wegen Belastungen durch die Gesundheitsreform den Umsatz nur geringfügig gesteigert. Der Überschuss stieg um zehn Prozent auf 12,8 Mill. Euro, teilte das MDax-Unternehmen am Donnerstag vorbörslich mit.

dpa-afx BAD VILBEL. Der Arzneimittelhersteller Stada hat im dritten Quartal wegen Belastungen durch die Gesundheitsreform den Umsatz nur geringfügig gesteigert. Der Überschuss stieg um zehn Prozent auf 12,8 Mill. Euro, teilte das MDax-Unternehmen am Donnerstag vorbörslich mit. Damit übertraf Stada die Durchschnittsschätzungen von Analysten.

Dagegen legte der Umsatz nur um fünf Prozent auf 195,7 Mill. Euro zu. Von dpa-AFX befragte Analysten hatten 200 Mill. Euro erwartet. Zugleich bestätigte der Konzern seine Prognose für 2004.

Ziele Unverändert

Die aktuellen Ziele für das Geschäftsjahr 2004 sind aus der Sicht des Vorstands unverändert erreichbar: Nach einem Umsatzanstieg nach zehn Monaten um plus acht Prozent sei ein prozentual 2-stelliges Umsatzwachstum im Gesamtjahr noch möglich. Der Vorstand erwartet unverändert einen Konzerngewinn, der im Bereich des Vorjahres (43,9 Mill. Euro) liegen wird, teilte Stada weiter mit.

Der Ausblick für 2005 sei optimistisch. Die gesundheitspolitischen Entscheidungen im deutschen Markt ließen aus heutiger Sicht für 2005 eine signifikante Entlastung im Bereich der durch das GMG bedingten Zwangsrabatte erwarten. Stada rechnet deshalb für 2005 mit einem prozentual zweistelligen Plus bei Umsatz und Ertrag.

Generika-Umsatz Steigt

Der in Deutschland nach diesem Gesetz von Stada zu tragende Zwangsrabatt zu Gunsten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) habe sich nach den ersten drei Quartalen auf 15,7 Mill. Euro nach 5,0 Mill. Euro im gleichen Zeitraum 2003 belaufen. Stada ist in den Kerngeschäften Generika, (Nachahmermedikamente), Marken und Spezialpharmazeutika aufgestellt.

Der Generika-Umsatz sei in den ersten neun Monaten um zehn Prozent auf 442,6 Mill. Euro (VJ: 401,0) gestiegen. Der Umsatz des Markengeschäfts habe zwischen Januar und September mit 99,8 Mill. Euro nur knapp über dem Umsatz des Vorjahreszeitraums (99,4) gelegen. Im Geschäftssektor Spezialpharmazeutika konnte der Konzern den Umsatz um 15 Prozent auf 18,9 Mill. Euro (16,4) steigern.

Neue Festbeträge Erwartet

Stada erwartet in Deutschland 2005 weitere neue Festbeträge. Bei Produkten mit Wirkstoffen, die jedoch - vorübergehend oder dauerhaft - weiterhin keinem Festbetrag unterliegen, wird nach GMG die Berechnungshöhe des Zwangsrabattes von jetzt 16 Prozent ab 01.01.2005 wieder auf die ursprünglichen sechs Prozent des Herstellerabgabepreises zurückfallen, was ebenfalls für Stada zu einer Entlastung führen wird.

Im internationalen Geschäft musste Stada 2004 in einigen Märkten zum Teil überraschenden Herausforderungen begegnen. In Italien habe sich das Wachstum des Generikamarktes verlangsamt. Gleichzeitig habe die Wettbewerbsintensität zugenommen. In Spanien hätten zu Jahresbeginn 2004 eingeführte Festbeträge das Generika-Geschäft belastet. In beiden Ländern ist zudem eine Nachfrageschwäche nach den Markenprodukten des Konzerns zu beobachten.

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