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Städel zeigt Alterswerk von Maria Lassnig

Frankfurt/Main (dpa) - Unter dem Titel «verschiedene Arten zu sehen» zeigt das Frankfurter Städel das Alterswerk der österreichischen Malerin Maria Lassnig. Bis zum 10. Oktober sind 20 Gemälde aus den vergangenen zehn Schaffensjahren der Künstlerin zu sehen, die zu den bedeutendsten zeitgenössischen Malerinnen zählt. Sie zeigen die Auseinandersetzung der 1919 geborenen Wienerin mit ihrem eigenen Selbst und ihrer Rolle als Frau.

Frankfurt/Main (dpa) - Unter dem Titel «verschiedene Arten zu sehen» zeigt das Frankfurter Städel das Alterswerk der österreichischen Malerin Maria Lassnig. Bis zum 10. Oktober sind 20 Gemälde aus den vergangenen zehn Schaffensjahren der Künstlerin zu sehen, die zu den bedeutendsten zeitgenössischen Malerinnen zählt. Sie zeigen die Auseinandersetzung der 1919 geborenen Wienerin mit ihrem eigenen Selbst und ihrer Rolle als Frau.

«Ich versuche, mein Inneres nach außen zu kehren», sagte Lassnig in Frankfurt zu ihren Werken. «Das ist das zentrale Thema meiner Arbeiten.» Sie selbst sieht sich dabei als einen offenen Menschen ohne Berührungsängste. «So kann ich hineinhorchen in das eigene Ich und den eigenen Körper fühlen», meinte sie. Angst, mit ihren Bildern zu viel von ihrer Person Preis zu geben, hat sie nicht. Zur Kunst gehöre auch, die eigenen Gefühle zu offenbaren.

Die in Öl gehaltenen, farbenfrohen Selbstporträts stellen Maria Lassnig, die während des Dritten Reiches als «entartet» galt, zuweilen in obszönen und verstümmelten Posen dar. Immer wieder malte sich Lassnig mit Tieren. Auf einem Bild hält sie einen Affen, auf anderen ist sie mit einer Katze oder einem Meerschweinchen zu sehen. «Je älter ich werde, desto menschlicher werde ich», meint die Professorin der Wiener Akademie der Bildenden Künste. Tiere gehörten als Teil der Schöpfung zum Menschen dazu und müssten ernst genommen werden. Dies versuche sie, mit ihren Bildern darzustellen.

Die Kuratorin der Ausstellung, Sabine Schulze, sieht das Alterswerk von Maria Lassnig als «radikale Selbstbefragung». Die Bilder der zuvor in Zürich gezeigten Ausstellung seien Symbole des körperlichen Befindens.

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