Städte beschließen wie erwartet Verkauf
Deutsche Städte-Medien werden privatisiert

Die Eigentümerstädte der Werbefirma Deutsche Städte-Medien (DSM) haben wie erwartet dem Verkauf des Unternehmens zugestimmt.

Reuters FRANKFURT. Mit fast 100-prozentiger Mehrheit der Anteilsstimmen sprach sich die Gesellschafterversammlung der DSM am Donnerstag für eine Privatisierung des von 28 deutschen Städten und Gemeinden gehaltenen Unternehmens aus, wie im Anschluss mitgeteilt wurde. Damit ist der Weg für die Veräußerung des Unternehmens frei. Den Angaben zufolge soll der Verkauf der DSM schon Anfang Juli europaweit ausgeschrieben und noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Für den Verkauf sei ein Gremium gegründet worden, dass einen möglichst attraktiven Verkaufspreis erzielen soll.

Die DSM vermarktet Werbeflächen wie Plakatwände oder Litfaßsäulen auf öffentlichem Grund und Boden und gilt dafür als Marktführer in Deutschland. Dieser strategische Vorteil könnte nach Ansicht von Kennern den Kaufpreis ordentlich treiben, zumal bereits mehrere Parteien ihr Interesse an der Frankfurter Gesellschaft signalisiert haben.

Allerdings zeigte sich das Unternehmen mit einem Umsatz von knapp 300 Mill. ? zuletzt nur mäßig profitabel. Entscheidend für den Verkaufspreis wird auch sein, ob und für wie lange der neue Eigentümer die exklusiven Vermarktungsrechte mit den Kommunen fortführen kann. Dementsprechend wird der Preis für die DSM in Branchenkreisen auf eine breite Spanne von 200 bis 400 Mill. ? taxiert.

Werbefirmen wie die Ströer AG aus Düsseldorf, die Berliner Wall oder der Branchenriese Decaux aus Frankreich haben bereits ihr Interesse an einem Erwerb oder einer Partnerschaft mit der DSM geäußert. Auch internationale Beteiligungsfirmen sollen ein Auge auf die Frankfurter Gesellschaft geworfen haben.

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