Stärke des Pfund belastet Außenwirtschaft
Bank von England senkt überraschend Leitzinsen

Die Bank von England (BoE) hat am Donnerstag überraschend die Leitzinsen um 25 Basispunkte auf 5,00 Prozent gesenkt.

Reuters LONDON. Die Notenbank müsse das schwächere weltwirtschaftliche Umfeld mit einer stabilen Binnennachfrage ausgleichen, begründete die Notenbank am Donnerstag ihre Entscheidung. Das weltwirtschaftliche Umfeld sei schwächer als erwartet, zudem laste die Stärke des Pfund Sterling auf der britischen Außenwirtschaft. Die Verbraucherausgaben und der Immobilienmarkt sei unterdessen noch robust. Trotz Stellenabbaus und Gewinnwarnungen seitens britischer Unternehmen hatten alle von Reuters befragten Volkswirte nicht mit einer Zinssenkung der BoE gerechnet und einen solchen Schritt erst gegen Ende des Jahres erwartet.

Die Analysten hatten ihre Einschätzung mit dem zwiespältigen Bild begründet, das die britische Konjunktur zurzeit biete: Während der produzierende Sektor mit einer Rezession zu kämpfen habe, nehme die Verbrauchernachfrage zu.

Leichte Kursverluste

Die britische Notenbank hat in diesem Jahr bereits drei Mal den Leitzins um insgesamt 75 Basispunkte auf 5,25 % gesenkt, um den gestiegenen Wachstumsrisiken zu begegnen. Die Zinsen liegen jetzt auf dem niedrigsten Niveau seit Mitte 1999. Von den sieben größten Industrienationen (G7) hat Großbritannien derzeit allerdings das höchste Zinsniveau.

Das Pfund Sterling reagierte mit leichten Kursverlusten und notierte gegen 13.15 Uhr MESZ mit 1,4320 $ nach 1,4335 $ kurz vor dem Entscheid.

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