Stärkung von Forschung und Entwicklung
EU-Kommission weitet Fördermöglichkeit für KMU aus

Staatliche Stellen können künftig bestimmte Forschungsinitiativen kleiner und mittelgroßer Unternehmen (KMU) finanziell fördern, ohne gleich Gefahr zu laufen, mit dem EU-Beihilferecht in Konflikt zu geraten.

vwd BRÜSSEL. Außerdem müssen sie bestimmte solcher Förderungen nicht mehr einzeln in Brüssel zur Genehmigung anmelden. Das sieht eine Verordnung zur Nutzung staatlicher Forschungs- und Entwicklungsbeihilfen (FuE) durch KMU vor, die die Europäische Kommission am Mittwoch verabschiedet hat. Es ist die erste Gruppenfreistellung für FuE-Beihilfen.

Die Kommission verspricht sich davon eine Erleichterung bei Initiativen im Forschungs- und Entwicklungsbereich. Dadurch sollte es einfacher werden, das EU-Ziel zu erreichen, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung bis 2010 auf drei Prozent des BIP zu steigern, sagte EU-Forschungskommissar Philippe Busquin in Brüssel. Nicht marktorientierte Grundlagenforschung kann demnach vollständig gefördert werden. Industrielle, also nach Einschätzung der Kommission marktorientierte Forschung, ist bis 60 % und bis zur Marktreife gehende Forschung bis zu 35 % der Kosten förderfähig.

Unter bestimmten Umständen sind durch die Gruppenfreistellung auch Beihilfen für technische Durchführbarkeitsstudien sowie für Patentkosten von der vorherigen Anmeldung befreit, wie es in der Mitteilung der Kommission weiter hieß. Die EU-Behörde wies darauf hin, dass die neue Verordnung nicht andere Arten von FuE-Beihilfen berühre, die weiterhin meldpflichtig blieben und je nach Fall zu prüfen seien.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%