Stagnation erwartet
Argentinien bleibt auch 2002 hinter der Region zurück

Das Wachstum in Lateinamerika wird nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) im kommenden Jahr mit voraussichtlicher Ausnahme von Argentinien wieder leicht anziehen. Der IWF erwartet für 2002 ein Wachstum in der gesamten Region von 1,7 %, nachdem man zuvor noch von einer Steigerung der Wirtschaftsleistung um 3,6 % ausgegangen war.

vwd OTTAWA. In den nach den Terroranschlägen vom 11. September notwendig gewordenen Prognose-Revisionen sieht der Fonds jetzt für 2002 einen Anstieg des brasilianischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,0 % voraus, Mexikos Wachstum wird mit 1,2 % vorhergesagt.

Für die drittgrößte Wirtschaft Lateinamerikas, Argentinien, erwartet der IWF eine Stagnation oder allenfalls ein minimales Wachstum. Claudio Loser, IWF-Direktor für die Westliche Hemisphäre, verwies am Rande der Tagung von IWF, Weltbank und G-20 in Ottawa darauf, dass die weitere wirtschaftliche Entwicklung in Argentinien sehr unsicher sei. Positiv äußerte er sich zu Anzeichen einer Abkopplung der übrigen lateinamerikanischen Finanzmärkte von der Lage in Argentinien, dass zurzeit über ein Umschuldungsabkommen den finanziellen Kollaps abzuwenden versucht.

Offenbar differenzierten die Investoren jetzt stärker zwischen einzelnen Ländern und Märkten, so dass anders als füher die Gefahr einer "Ansteckung" nicht gegeben sei, sagte Loser. So hätten in den vergangenen Wochen auch die Aktien- und Anleihemärkte in Brasilien deutliche Kursgewinne verzeichnet, während die Wertpapierkurse in Argentinien weiterhin gefallen seien.

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