Stagnation im 1. Quartal: Heraeus hofft auf Ende des Abwärtstrends

Stagnation im 1. Quartal
Heraeus hofft auf Ende des Abwärtstrends

Der Hanauer Edelmetall- und Technologiekonzern Heraeus hofft 2003 auf ein Ende des Abwärtstrends. "Wir wollen das Ergebnis zumindest auf Vorjahresniveau halten, auch der Umsatz wird in etwa gleich bleiben", kündigte Geschäftsführer Frank Heinricht am Donnerstag in Frankfurt an.

HB/dpa FRANKFURT/M. Das 1. Quartal brachte dem Familienunternehmen stagnierende Auftragseingänge und Erlöse sowie ein unverändertes operatives Ergebnis. Ein Nachfolger für den Ende Januar vorzeitig ausgeschiedenen Vorsitzenden der Geschäftsführung, Horst Heidsieck, ist noch nicht gefunden.

Neue Produkte, kleinere Zukäufe und weniger Aufträge an externe Dienstleister sollen dem Traditionskonzern die Stabilität in der aktuellen unsicheren wirtschaftlichen Situation bringen. Damit soll auch ein weiterer Personalabbau vermieden werden. "Bricht der Halbleitermarkt allerdings noch weiter ein, müssen wir neu nachdenken", betonte Geschäftsführer Dieter Truxius. Bislang sei in diesem Jahr nur in den USA die Streichung von Jobs geplant. In Deutschland sei der 2002 begonnene Abbau von 250 Stellen im Bereich Quarzglas bereits abgeschlossen.

Erhebliches Wachstumspotenzial sieht Heraeus in China. An den acht Standorten in der Volksrepublik und Hongkong soll in diesem Jahr ein Umsatz von 800 Millionen Euro erreicht werden. Allein 1000 der weltweit 9000 Mitarbeiter arbeiten in dieser Region für den Konzern.

2002 drückten rückläufige Edelmetallpreise, der schwächere Dollar und die Konjunkturflaute den Gewinn vor Steuern um ein Drittel auf 87,2 Millionen Euro. Der Umsatz verfehlte mit 6,42 Milliarden Euro das Vorjahresniveau um 6 Prozent. Der Jahresüberschuss ging um 81 Prozent auf 53 Millionen Euro zurück. Allerdings hatten 2001 Verkäufe für einen hohen außerordentlicher Ertrag von 208 Millionen Euro gesorgt.

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