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Stahlkonzern Severstal will in Osteuropa zukaufen - Konsolidierung

Der führende russische Stahlkonzern Severstal will über Zukäufe seine Position in Osteuropa ausbauen. "Wir sehen Osteuropa als Markt mit vielen Optionen an", sagte Severstal-Vorstandschef Alexey Mordashov am Donnerstag auf einer Branchenveranstaltung in Düsseldorf.

dpa-afx DÜSSELDORF. Der führende russische Stahlkonzern Severstal will über Zukäufe seine Position in Osteuropa ausbauen. "Wir sehen Osteuropa als Markt mit vielen Optionen an", sagte Severstal-Vorstandschef Alexey Mordashov am Donnerstag auf einer Branchenveranstaltung in Düsseldorf. Derzeit gebe es allerdings keine konkreten Pläne für einen Zukauf. Die osteuropäische Stahlbranche steht nach Angaben von Vertretern führender Stahlschmelzer vor einer weiteren Konsolidierung.

Severstal habe zuerst seine "Hausarbeiten" in Russland gemacht und dann aus strategischen Gründen in die USA expandiert. Der Konzern hatte in der vergangenen Woche sein Interesse an der kanadischen Stelco dem Management schriftlich mitgeteilt. An dem Stahlkocher ist auch General Electric Co. (GE) interessiert. Zukäufe in anderen Weltregionen schloss Mordashov nicht aus. "Wir schauen uns viele Projekte an." Nach eigenen Angaben verfügt Severstal über eine jährliche Produktionskapazität von 14 Mill. Tonnen. Stelco hat eine Kapazität von vier Mill. Tonnen.

Osteuropa Nach EU-Beitritt

Die Stahlbranche in Osteuropa steckt nach dem Beitritt in die Europäische Union in einer tiefen Umstrukturierungsphase. So will der der polnische Marktführer Ispat Polska Stal seine Mitarbeiter bis zum Jahr 2006 um eine Drittel auf 10 400 reduzieren. Die Produktionskapazität soll gleichzeitig um 1,6 Mill. Tonnen sinken. "Durch die Umstrukturierung wird Ispat Polska konkurrenzfähig zu westeuropäischen Stahlkonzernen", sagte Ispat-Polska-Chef Frantisek Chowaniec. Sein Unternehmen gehört zu Ispat International , die mit der LNM Groupe und der amerikanischen International Steel zum weltgrößten Stahlkonzern Mittal fusioniert werden soll.

Der tschechische Stahlkonzern Moravia Steel verspricht sich vom EU-Betritt eine deutliche Verbesserung seines Geschäfts. "Die neuen EU-Mitglieder weisen die höchsten Wachstumraten auf und unser Unternehmen ist daher gut positioniert", sagte Evzen Balko, Vize-Präsident von Moravia Steel. Nach seinen Angaben hat sich der Konzern mit einer Schrumpfkur konkurrenzfähig gemacht. So wurde die Mitarbeiterzahl von 12 000 im Jahr 1996 bis heute mehr als halbiert. Ispat-Polska-Chef Chowaniec verspricht sich vom EU-Beitritt einen deutlich höheren Stahlabsatz in Polen. "Der Stahlabsatz je Einwohner liegt noch weit unter dem Durchschnitt der alten EU-Länder", sagte er.

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