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Stahlkonzerne erwarten 2005 Verlangsamung bei Stahlpreiserhöhung

Die Stahlpreise werde im kommenden Jahr nach Einschätzung führender Stahkonzerne langsamer ansteigen als 2004.

dpa-afx DÜSSELDORF. Die Stahlpreise werde im kommenden Jahr nach Einschätzung führender Stahkonzerne langsamer ansteigen als 2004. Da Kunden sich zunehmend über die Preisanhebungen beschwerten, werde das Preisniveau 2005 langsamer anziehen, sagte der Vorstandsvorsitzende des führenden südkoreanischen Stahlkonzerns Posco , Lee Ku-Teak, am Freitag bei einer Branchentagung in Düsseldorf. Wegen der hohen Nachfrage vor allem aus China haben die Preise für Stahlprodukte in den vergangenen Quartalen deutlich angezogen.

Ein Sprecher des Branchenprimus Arcelor sagte in Düsseldorf: "Auch wir rechnen mit einer Abflachung im kommenden Jahr." Allerdings werde dies mit dem geringeren Anstieg der Rohstoffkosten zusammenhängen. Deutschlands Marktführer Thyssen-Krupp schließt sich der Einschätzung der beiden Branchengrößen an. "Die Kurve bei den Stahlpreisen wird flacher", sagte der Sprecher der Stahlsparte, Erwin Schneider. Zum Jahresanfang wollen die Düsseldorfer ihre Preise um 30 Euro je Tonne erhöhen.

Nachfrage Bleibt Stabil

Haupttreiber des Stahlbooms ist China. Experten warnten allerdings wiederholt vor einer Abkühlung in dem Land und damit vor einem Ende der hohen Stahlnachfrage. Posco-Chef Lee erwartet indes keinen Abbruch in China. "Der Verbrauch in China wird weiter steigen." Es sei aber noch offen, wie hoch der Bedarf letztendlich sein werde. Posco will daher seine Kapazität in China ausbauen. "Wir haben große Investitionen in China gemacht und werden weitere machen", sagte Lee. Nach seinen Worten ist sein Konzern offen für Zukäufe.

Posco ist mit einer Jahresproduktion von knapp 30 Mill. Tonnen der fünfgrößte Stahlkonzern der Welt. Mit einer Ausweitung der bestehenden Kapazität will das Unternehmen die wachsende Nachfrage vor allem in Asien befriedigen. "In diesem Jahr wird die Produktion auf 33 bis 34 Mill. Tonnen steigen", sagte der Posco-Chef.

Derzeit prüft sein Unternehmen den Bau eines Stahlwerkes in Brasilien. Es laufe eine Voruntersuchung, sagte Lee. Nach seiner Einschätzung werden Stahlwerke künftig in der Nähe von Rohstoffen gebaut. "Die Zukunft der Stahlindustrie liegt da, wo die Rohstoffe sind." Thyssen-Krupp will in Brasilien ebenfalls ein Stahlwerk bauen.

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