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Stahlkonzerne legen Sparprogramme auf und streichen hunderte Stellen

(dpa-AFX) Duisburg - Die Stahlproduzenten Thyssenkrupp < TKA.ETR > und Hüttenwerke Krupp Mannesmann in Duisburg haben trotz des Stahlbooms Sparprogramme in dreistelliger Millionenhöhe angekündigt. Deutschlands führender Stahlproduzent Thyssenkrupp will bis September 2007 jährlich 200 bis 250 Millionen Euro einsparen. Das entspreche umgerechnet 1100 Stellen, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch. Die Hüttenwerke Krupp Mannesmann, die zu 50 Prozent Thyssenkrupp gehören, wollen bis Ende 100 Millionen Euro jährlich sparen und zwischen 461 und 571 Stellen streichen.

(dpa-AFX) Duisburg - Die Stahlproduzenten Thyssenkrupp < TKA.ETR > und Hüttenwerke Krupp Mannesmann in Duisburg haben trotz des Stahlbooms Sparprogramme in dreistelliger Millionenhöhe angekündigt. Deutschlands führender Stahlproduzent Thyssenkrupp will bis September 2007 jährlich 200 bis 250 Millionen Euro einsparen. Das entspreche umgerechnet 1100 Stellen, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch. Die Hüttenwerke Krupp Mannesmann, die zu 50 Prozent Thyssenkrupp gehören, wollen bis Ende 100 Millionen Euro jährlich sparen und zwischen 461 und 571 Stellen streichen.

Die Thyssenkrupp-Stahltochter TK Steel habe Ende Juni den Betriebsräten das Sparprogramm unter dem Namen "Projekt 2006" vorlegt, sagte der Sprecher. Gespart werden soll beim Rohstoffeinkauf, in der Verwaltung und der Produktion. Werden Kosten außerhalb des Personalbereiches gespart, sollen entsprechend weniger als 1100 Stellen abgebaut werden, hieß es. Neben dem Sparplan will TK Steel weiterhin die Sparte "Special Materials" mit drei Werken in Krefeld und Witten (rund 4.200 Beschäftigte) verkaufen. Die Werke sollen unter der Regie eines neuen Besitzers erhalten bleiben.

Preisdruck

Das Sparkonzept sei mit dem Betriebsrat vereinbart, bestätigte der Arbeitsdirektor der Hüttenwerke Krupp Mannesmann, Peter Gasse, einen Bericht der "Neuen Ruhr Zeitung". Auf betriebsbedingte Kündigungen werde verzichtet. Der frühere IG-Metall-Vorsitzende von NRW betonte, die Hüttenwerke wollten über Kostensenkungen langfristig den Standort sichern. Hintergrund sei der Kostendruck durch den Weltmarktführer Arcelor, der in Deutschland Werke in Bremen und Eisenhüttenstadt betreibt.

Thyssenkrupp Steel hat im Geschäftsjahr 2002/2003 knapp 50 000 Menschen beschäftigt und 17 Millionen Tonnen Rohstahl erzeugt. Die Hüttenwerke Krupp Mannesmann hatten zuletzt mit 3500 Beschäftigten 5,6 Millionen Tonnen Rohstahl produziert und an ihre Gesellschafter Thyssenkrupp, Mannesmannröhren-Werke und Valourec (Frankreich) verkauft. In Deutschland wurden im vergangenen Jahr 45 Millionen Tonnen Rohstahl produziert.

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