Standardwerte auf Zick-Zack-Kurs
Dax nach uneinheitlichem Verlauf leicht im Minus

Am deutschen Aktienmarkt ließ sich lange keine klare Tendenz feststellen: Gewinnmitnahmen sorgten für eine schwache Eröffnung. Als dann der ifo-Geschäftsklimaindex schlechter als erwartet ausfiel, ließen Hoffnungen auf mögliche Zinssenkungen im Euroraum die Kurse vorübergehend wieder steigen.

HB FRANKFURT/M. Viele Börsianer rechnen noch in diesem Jahr mit einem Zinsschritt, schließlich gäben die schlechten Wirtschaftsdaten der Europäischen Zentralbank den nötigen Spielraum, hieß es. Mit einem schwachen Börsenstart in den USA fiel der Deutsche Aktienindex (Dax) wieder zurück. Aus dem Handel ging das Börsenbarometer mit einem kleinen Minus von 0,2 % bei 5087 Punkten.

Marktteilnehmer sprachen von einem relativ lustlosen Handel bei recht dünnen Umsätzen. "Der wechselhafte Handelsverlauf und die Gewinnmitnahmen auf hohem Niveau sind typische Zeichen einer Konsolidierungsphase", erklärte ein Händler. Da hole der Dax eben Luft und laufe seitwärts, ergänzte ein Marktbeobachter.

Gesprächsthema war noch immer die Fehleingabe an der Terminbörse Eurex vom Vortag, die am Dienstagvormittag kurzfristig für Kursturbulenzen gesorgt hatte. Zwar habe der "Mistrade" am Mittwoch auf das Gesamtgeschäft keinen Einfluss mehr gehabt, was bleibe sei aber der Ärger über die Verluste in Folge des Vorfalls.

Auf der Gewinnerseite standen die Versorger Eon und RWE . "Wenn Technologieaktien unter Druck geraten, sind wieder defensive Werte wie die Versorger gesucht", sagte ein Münchener Händler. Zudem werde spekuliert, dass RWE an diesem Donnerstag gute Geschäftszahlen vorlege. Die Aktie war bereits seit Anfang der Woche in der Erwartung guter Zahlen gestiegen. Zu den Kursverlierern gehörten die Technologiewerte, besonders Epcos litten noch immer unter den am Dienstag vorgelegten schwachen Quartalszahlen. Dresdner Kleinwort Wasserstein hatte die Aktie des Bauelementeherstellers daraufhin auf Halten zurückgestuft. Die Abschläge bei Infineon führten Händler auf Gewinnmitnahmen zurück. Für den Rückgang des Telekomkurses wurden die Wandelanleihe der France Telecom und die generell schlechte Stimmung für den Telekommunikationssektor angeführt. Die Aktien des Maschinenbaukonzerns MAN litten unter schlechten Neunmonatszahlen und einem sehr verhaltenem Geschäftsausblick.

Der M-Dax zeigte sich mit 4285 Punkten (plus 0,17 %) nur wenig verändert. Die Regionalbörsen in Stuttgart, Berlin und Hannover schlossen schwächer, der Rest uneinheitlich.

Quelle: Heike Herbertz
Petra Hoffknecht
Handelsblatt / Redakteurin
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