Standardwerte geben nach
US-Technologiewerte im Plus

Nach den Kursgewinnen der vergangenen Wochen haben an der Wall Street am Montag nur die Technologietitel den Aufwärtstrend fortgesetzt. Die Standardwerte verzeichneten dagegen Kursverluste.

Reuters NEW YORK. Händler sagten, der Markt warte auf verlässliche Hinweise auf eine konjunkturelle Belebung. Der Dow-Jones-Index 30 führender Standardwerte verlor in New York 0,6 Prozent auf rund 8531 Punkte. Der breiter gefasste S&P-Index gab 0,38 Prozent auf rund 926 Zähler nach. Der technologielastige Nasdaq-Index hingegen legte 0,08 Prozent auf etwa 1504 Punkte zu.

"Nach der starken Vorwärtsbewegung, die wir hatten, ist eine kleine Konsolidierung nicht so schlecht", sagte John O'Donoghue von Credit Suisse First Boston. Charles White von Avatar Associates ergänzte, der Markt befinde sich bereits auf einem relativ hohen Niveau. "Es ist wirklich schwer auszumachen, wo es sichere Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung gibt, die uns über dieses Niveau hinaus heben."

Zudem warten die Investoren Händlern zufolge auf die Zinsentscheidung und die Erklärung der US-Notenbank (Fed) im Anschluss an das Zinstreffen. Mehrheitlich erwarten Analysten zwar unveränderte Zinsen, doch könnte Notenbank-Präsident Alan Greenspan in der Erklärung neue Hinweise auf den Zustand und die künftige Entwicklung der US-Wirtschaft geben. "Die Investoren warten vor der Zinsentscheidung ab", sagte Steve Kolano, Wertpapierhändler bei The Boston Co Asset Management.

In den vergangenen Tagen hatten die Anleger an der Wall Street sich unbeeindruckt von einer Reihe enttäuschender US-Konjunkturdaten gezeigt, die auf ein eher schwaches Wirtschaftswachstum hindeuteten. Händlern zufolge wachsen nach dem Ende des Irak-Kriegs und überraschend positiven Unternehmenszahlen nun die Hoffnungen, dass sich die weltgrößte Volkswirtschaft im Laufe des Jahres deutlich erholt. Seit Mitte März hat der US-Aktienmarkt rund 15 Prozent zugelegt.

Der Dow wurde am Montag unter anderem von Kursverlusten der Boeing-Aktien belastet. Die Titel verloren fast 3,5 Prozent auf 27,62 Dollar. Der Flugzeughersteller hatte zuvor eine Untersuchung des US-Justizministeriums bestätigt. Geprüft werde, ob der Konzern Dokumente eines Konkurrenten benutzt hat, um einen Militärauftrag zu erhalten.

Zu den Gewinnern zählten dagegen die Aktien von Chipherstellern und Netzwerkausrüstern. Intel-Papiere gerieten allerdings im Schlusshandel geringfügig ins Minus und schlossen mit 19,02 Dollar, nachdem sie zwischenzeitlich bis auf 19,18 Dollar geklettert waren. Die Aktien des Netzwerkausrüsters Juniper Networks schlossen sich dem überwiegend festeren Trend in diesem Marktsegment an und legten gut sieben Prozent auf knapp zwölf Dollar zu.

Mit Spannung blicken die Anleger nach Angaben von Händlern zudem auf Cisco Systems, die am Dienstag nach Börsenschluss ihr Quartalsergebnis vorlegen will. Die Papiere des Netzwerkausrüsters zogen um 0,78 Prozent auf 15,39 Dollar zu.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,42 Milliarden Aktien den Besitzer. 1861 Werte legten zu, 1411 gaben nach und 193 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,89 Milliarden Aktien 1782 im Plus, 1345 im Minus und 14 unverändert. An den US-Kreditmärkten legten die zehnjährigen Staatsanleihen um 10/32 auf 99-28/32 Punkte zu. Sie rentierten mit 3,887 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gewannen 15/32 auf 108-22/32 Zähler, wobei sich eine Rendite von 4,804 Prozent ergab.

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