Standardwerte notieren fester – Verluste bei einzelnen Technologiewerten
Konjunkturzahlen sorgen für Aufhellung an der Wall Street

Einsetzende Gewinnmitnahmen nach einer festeren Eröffnung haben nach Angaben von Händlern an den US-Aktienmärkten für Kursverluste bei den Technologiewerten gesorgt. Die Blue Chips seien durch besser als erwartet ausgefallene Quartalsergebnisse des Drucker- und PC-Herstellers Hewlett-Packard gestützt worden, sagten Börsianer.

jck/HB/NEW YORK. Auch die Zunahme der US-Einzelhandelsumsätze im Oktober wirkte sich positiv auf die Märkte aus. Der überraschende Anstieg um 7,1 % gegenüber dem Vormonat lag weit über den Erwartungen der Volkswirte. Diese hatten nur einen Zuwachs von 2,7 % erwartet.

Die US-Märkte tendierten nach Handelsschluss gut behauptet. Der Dow-Jones-Index der 30 wichtigsten US-Werte verzeichnete im Handelsverlauf ein Plus von 0,7 %. Der etwas breiter gefasste Standard & Poor?-500-Index stieg um 0,2 %, während der technologielastige Nasdaq-Composite-Index ein Plus von 0,6 % verzeichnete. Die Stimmung habe sich insgesamt deutlich aufgehellt, resümierten Händler.

Das Anlegerinteresse zog jedoch Hewlett-Packard Company (HP) auf sich, nachdem das Unternehmen ein über den Erwartungen liegendes Quartalsergebnis veröffentlicht hatte. Konzernchefin Carly Fiorina verteidigte zudem die geplante Übernahme von Compaq Computer, gegen die sich die Söhne der Firmengründer von HP ausgesprochen hatten und die auch an der Wall Street auf Skepsis gestoßen war. "Wir sind weiter davon überzeugt, dass die Compaq-Transaktion eine einmalige Gelegenheit ist, HP in die Zukunft zu bringen", erklärte sie. Die Compaq-Aktie stieg um 14 %.

Die Zahlen des Einzelhandels hätten die Aktien des Sektors wie die der Baumarktkette Home Depot beflügelt, sagten Händler. Der Dow legte um 4,7 % zu. Dem standen bei den Blue Chips Verluste der IBM-Aktie gegenüber, die im Vorfeld eines Analystentreffens um 2,5 % schwächer notierte.

Zu den Verlierern bei den Standardwerten zählte die Aktie des Ölkonzerns Exxon Mobil, die 3,9 % abgab. Die Organisation Erdöl exportierender Staaten (Opec) hatte sich zuvor auf eine Drosselung der Fördermengen geeinigt, um den Ölpreisverfall zu bremsen.

Auch Technologietitel, wie Vitesse oder BEA Systems, mussten Kursverluste hinnehmen. Chiphersteller Vitesse Semiconductor teilte mit, rund 120 Stellen zu streichen. Die Aktie sank um 3,3 %. Ein im Rahmen der Erwartungen liegendes Quartalsergebnis schützte Softwarehersteller BEA Systems nicht. Die Papiere sanken um 2,8 %.

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