"Standorte in ihrer Existenz gefährdet"
Siemens: Arbeitnehmer kritisieren "blinden Aktionismus"

Die Gewerkschaft IG Metall und der Gesamtbetriebsrat der Siemens AG haben den angekündigten Stellenabbau des Münchener Konzerns heftig kritisiert und den Vorstand aufgefordert, die Pläne zurückzunehmen.

Reuters MÜNCHEN. "Was fehlt, sind zukunftsweisende und intelligente Konzepte des Zentralvorstands zur Sicherung der Arbeitsplätze", sagte Bertin Eichler, Hauptkassierer der IG Metall und Mitglied im Siemens-Aufsichtsrat, am Dienstag in München. Insgesamt seien in Deutschland 12 000 Arbeitsplätze von den Abbau- und Ausgliederungsmaßnahmen betroffen, davon in Bayern mehrere tausend.

Kleinere Siemens-Standorte seien in ihrer Existenz gefährdet. Es müssten Alternativen zu den Abbauplänen entworfen werden, um die Arbeitsplätze im Konzern zu enthalten. Entsprechende Vorschläge des Betriebsrates seien beim Vorstand bisher nicht auf offene Ohren gestoßen.

In diesem und im vergangenen Jahr hat Siemens den Abbau von mehr als 30 000 Arbeitsplätzen angekündigt, knapp sieben Prozent des weltweiten Personalbestandes. Zum Teil sind die Pläne schon umgesetzt.

Der Arbeitsplatzabbau vor allem bei konzerninternen Wartung und Dienstleistungen sehe "verdächtig nach blindem Aktionismus aus", sagte Eichler. Notwendig sei dagegen eine effizientere Organisation der technischen Dienstleistungen innerhalb des Konzerns. Über solche Alternativen müsse verhandelt werden.

Siemens-Mitarbeiter hätten binnen einer Woche bereits mehr als 14 000 Unterschriften für die Rücknahme der Umstrukturierungsmaßnahmen und den Erhalt der Stellen gesammelt.

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