Starbucks-Aktie unter Druck
US-Börsen geben Gewinne wieder ab

Hin und her gerissen von den neuesten Wirtschaftsdaten haben die wichtigsten US-Aktienindizes ihre endgültige Richtung scheinbar noch nicht gefunden. Der Dow Jones-Index liegt bei 9550 Punkte, der Nasdaq Composite der Technologiebörse hat fast alle Gewinne wieder abgegeben und steht 1796 Zählern - ein Miniplus 0,3 Prozent. Unerwartet gute Wirtschaftdaten hatten für den zwischenzeitlichen Auftrieb gesorgt.

NEW YORK. Der Chicagoer Einkaufsmanagerindex stieg im August auf 43,5 Punkte und damit stärker als erwartet. Die Mehrheit der Experten hatte lediglich mit einem Anstieg auf 40 Punkte gerechnet. Die Auftragseingänge im verarbeitenden Gewerbe stiegen im Juli um 0,1 Prozent. Die Mehrheit der Analysten hatte mit einem Rückgang von 0,5 Prozent gerechnet. Der einzige kleiner Wermutstropfen: Im August ging das von der Universität von Michigan ermittelte vorläufige Verbrauchervertrauen von 93,5 auf 91,5 Punkte zurück. Die Mehrheit der Analysten hatte mit einem Index auf Vormonatsniveau gerechnet.

Unter Druck geraten zum Wochenschluss die Aktien des Hersteller von Chipkomponenten. Die Aktie von Novellus gehört zu den am meisten gehandelten Titel. Der Hersteller von Maschinen für die Chipproduktion wird im dritten Quartal nur das untere Ende der bisher prognostizierten Auftragseingänge erreichen. Es sei zwar mit einem Umsatz von 300 Millionen Dollar und einem Gewinn von 24 Cents pro Aktie zu rechnen, teilte Vorstand Peter Hanley mit. Doch während sich die Nachfrage in den USA stabilisiert habe, lasse das Umfeld in Europa, Japan und Korea weiter nach. "Die Auftragseingänge dürften mit 160 Millionen Dollar nur das untere Ende unserer Erwartungen erreichen", so Hanley. Analysten peilten ein Auftragsvolumen von rund 190 Millionen Dollar an. Marktteilnehmer und Anleger zeigen sich mit dem Aussichten nicht zufrieden. Das Papier verliert vor Handelsbeginn fast sieben Prozent. Die Aktie von Konkurrenten Applied Materials büßt 2,4 Prozent ein, das Papier von KLA Tencor verliert 2,7 Prozent.

Zwar bestätigt auch Chiphersteller Rambus am Morgen die Umsatzprognosen für das vierte Quartal. Doch das Ergebnis dürfte die Anleger enttäuschen. Die Einnahmen werden voraussichtlich 20 Prozent niedriger ausfallen als im Vorquartal. Das Unternehmen begründet die enttäuschende Endwicklung mit der sinkenden Nachfrage nach Heimcomputern. Das Papier verliert im Handel.

Schwächer notiert auch die Aktie von Procter & Gamble . Der Konsumgüterproduzent und sein niederländischer Konkurrent Unilever werden bis spätestens Samstagabend über die weitere Verfolgung einen Industriespionagefalls entscheiden. Unilever wirft seinem amerikanischen Konkurrenten vor, einen Spion in der Entwicklungsabteilung "Haarpflege" eingeschleust zu haben. Sollte es zu keiner Einigung kommen, könnte Unilever Procter & Gamble möglicherweise verklagen. Dazu wollte sich Unilevers Unternehmenssprecher Steven Milton jedoch bisher nicht äußern.

Ebenfalls unter Abgabedruck gerät das Papier von Kaffeehauskette Starbucks am Morgen. Das Unternehmen hat in den Filialen, die bereits 13 Monate geöffnet haben, im August zwar einen Umsatzanstieg von einem Prozent verzeichnete. Doch liegt das Ergebnis lediglich am unteren Ende der Analystenerwartungen.

Die Aktie von Sprint kann vor Handelsbeginn an Wert gewinnen. Das US-Magazin "Business Week" hält den Anbieter von Ferngesprächen wegen seines geringen Marktwerts für einen Übernahmekandidaten. Erst im letzten Jahr hatte Telekomriese Worldcom Sprint übernehmen wollen. Die Kauf war jedoch von den US-Wettbewerbsbehören untersagten worden. Die Aktien von Sprint fielen in den vergangenen zwölf Monaten um 32 Prozent.

Gefährlich eng wird es mittlerweile für Excite At Home. Cox und Comcast , zwei der größten Vertreiber von Excites Internetservice, haben die Zusammenarbeit aufgekündigt. Um einen Konkurs abzuwenden, will der finanziell angeschlagene Internetprovider nun eine Investmentbank zu Rate ziehen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%