Starbucks und Karstadt-Quelle AG drängen auf den Markt für Coffeeshops
Starbucks drängt nach Deutschland

Mit trendigen Kaffeegetränken wollen Karstadt und die amerikanische Coffeeshop-Kette Starbucks in Deutschland Geschäfte machen. Im Frühjahr 2002 soll der erste Shop Besucher in Berlin anlocken. Bereits im Jahre 2004 soll sich das Geschäft rechnen. Langfristig sind 1 450 Läden geplant.

va BERLIN. Ob Cappuchino, Chocochino oder Latte Macchiato - die Kaffee-Vielfalt beeindruckt. Nach Auffassung von Wolfgang Urban, Vorstandsvorsitzender der Karstadt-Quelle AG, kann sie den Betreibern von Kaffeeshops in Deutschland Umsatzrenditen von 7 bis 9 % bescheren - "konservativ gerechnet". Deshalb haben der Essener Warenhauskonzern und die Starbucks Coffee International Inc. aus Seattle einen Plan entwickelt: 1 450 Läden wollen sie längerfristig in Deutschland eröffnen. Wie Axel Weber, Direktor Gastronomie der Karstadt Warenhaus AG, erläutert, sollen es "eher gemütliche" Läden werden, die in Einkaufsmeilen oder neben Kaufhäusern zur Kaffeepause einladen. Später sei auch Shop-in-Shop in den Kaufhäusern geplant.

Bereits 2004 soll ein ausgeglichenes Ergebnis erreicht werden. Das Ziel der Partner ist ehrgeizig. Sie wollen die Nummer eins auf dem deutschen Markt für "Kaffeespezialitäten außer Haus" werden. Derzeit sind die Ladenketten der Segafredo Espressobar und von Lavazza besonders stark.

Gestern haben die Partner den Vertrag über ein Joint-Venture unterschrieben, an dem Karstadt 82 % der Anteile hält, Starbucks die restlichen 18 %. "Starbucks ist die Marke, wir sind die Umsetzer", erläuterte Urban. Die Amerikaner hätten aber die Option, ihren Anteil auf 50 % zu erhöhen.

Der Start ist mit 12 bis 15 Coffeeshops geplant. Die Zahl soll bis 2005 auf etwa 200 steigen und nach 2006 jährlich um 100 wachsen. Die Unternehmen planen mit einem Umsatz von 1,2 bis 1,3 Mill. Euro pro Shop. Für das Joint-Venture sind alleine im nächsten Jahr Investitionen von über 10 Mill. Euro geplant.

In den USA schätzen Analysten den Anteil der Kaffeehauskette aus Seattle bereits auf ein Viertel des Marktvolumens, das sie mit 7,5 Mrd. $ beziffern. Hier sind die weißen Papierbecher mit grünem Starbucks-Logo Kultobjekte. Vor drei Jahren begann Starbucks mit der Auslandsexpansion. Heute hat das Unternehmen 4 600 Shops in Ländern wie Taiwan, Großbritannien und Schweiz.

Die Pläne der Amerikaner sind ehrgeizig: Selbst in Wien wollen sie ab Dezember mit den traditionellen Kaffeehäusern konkurrieren. In den USA arbeitet Starbucks mit eigenen Betrieben und Mitarbeitern, im Ausland mit Partnern. Das Angebot wird je nach Land variiert.

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