Stargast Gérard Depardieu
Käpt'n Blaubär freut sich über Award

"Käpt'n Blaubär" ist nicht nur im Fernsehen ein Star: Die Internetseite der beliebten Kindersendung hat einen von fünf "Grimme-Online-Awards" erhalten. Für die Trophäe bedankte sich der blaue Kinderstar auch gleich selbst von der Leinwand: "Jetzt hab ich schon wieder einen Preis gewonnen. Toll." Als Schmankerl gab er eine der für ihn typischen Lügengeschichte über die Entdeckung des Internets zum Besten. Die begehrten Auszeichnungen des Adolf Grimme Instituts für herausragende Internet-Auftritte wurden am Dienstag in Bensberg bei Köln überreicht.

HB/dpa BENSBERG. In der fein, aber schlicht geschmückten Preußischen Turnhalle im Schloss Bensberg konnten sich neben den Machern von "kaeptn- blaubaer.de" die Gestalter von "onlinejournalismus.de", "perlentaucher.de", "oestlich-der-sonne.de" und "lexi-tv.de" über die Preise freuen. Kokett, witzig und im schimmernd schwarzen Abendkleid führte Showmoderatorin Barbara Schöneberger (Blondes Gift, Die Schönberger Show) durch die Veranstaltung. Neben allerlei Schauspiel-Prominenz hatten sich Medienpolitiker Nordrhein-Westfalens und Repräsentanten des Fernsehens bei der Verleihung versammelt.

Der "Grimme-Online-Award" ist das Pendant zum renommierten Grimme- Fernsehpreis. Die Preise wurden in diesem Jahr zum dritten Mal für besondere Qualität im Internet vergeben. "Wir wollen das Gute im Netz auszeichnen", sagte Bernd Gäbler, Geschäftsführer des Adolf Grimme Instituts. "Die Zeit ist günstig, einen solchen Preis dauerhaft zu etablieren." Drei Auszeichnungen wurden in der Kategorie TV, zwei in der Kategorie Medien-Journalismus verliehen. In der Kategorie Web- Media gebe es keine Preisträger, da keine Internetseite die Jury in dieser Kategorie vollends überzeugt habe.

Die achtköpfige Jury habe in langen Nächten rund 380 Websites bewertet, sagte Gäbler. 26 Seiten waren nominiert worden. Die Preisverleihung fand im Rahmen des 15. Medienforums NRW statt, das in diesem Jahr unter dem Motto Restart-Konzepte für die Zukunft stand. Auch hier gibt es eine Stunde des Restarts, sagte Landes- Medienstaatssekretärin Miriam Meckel. "Das Internet ist von großer Bedeutung. Nach der Euphorie haben wir nun Zeit und Chancen, um zu schauen, womit man im Internet weitermachen kann."

Die Website der Kindersendung "www.kaeptn-blaubaer.de" wurde für ihre Konzeption und Gestaltung gekürt. Sie greife das Bild des beliebten TV-Bären auf und schaffe ein eigenständiges Internet- Angebot für Klein und Groß. Die Jury kürte die Website unter anderem wegen der kindgerechten Navigation und teilte in ihrer Begründung das Urteil vieler junger Nutzer: Cool! Schauspielerin Andrea Sawatzki, die den Verantwortlichen der Seite den Grimme Online Award überreichte, zeigte sich ebenfalls begeistert: "Ich und mein vierjähriger Sohn sind große Fans von den Geschichten."

Die Internetseite "www.onlinejournalismus.de" überzeugte die Jury durch Idee und redaktionelle Ausführung. Das nicht-kommerzielle Angebot hebe sich stark von anderen Journalismus-Angeboten ab, hieß es in der Begründung. Das aus einem Studentenprojekt geborene Konzept berichtet über Onlinejournalismus und die webgerechte Aufbereitung journalistischer Inhalte. Fein und selbst eine Internet-Perle nannte die Jury den zweiten Preisträger in der Kategorie Medien- Journalismus. Das Online-Kulturmagazin "www.perlentaucher.de" wurde für die ausführlich kommentierte und aktuelle Presseschau zum deutschsprachigen Feuilleton ausgezeichnet.

Eine Trophäe in der Kategorie TV ging an die Verantwortlichen der Seite "www.oestlich-der-sonne.de" zur WDR-Fernsehreihe der Reise "Vom Baikalsee bis nach Alaska" von Klaus Bednarz. Das Angebot stellt eine multimediale Komposition dar, so die Jury. Ebenfalls freuen konnte sich die Redaktion des lexikalisch ausgerichteten Online-Magazins "www.lexi-tv.de". Eine klare Gestaltung und angenehme Farbgebung lade zum Verweilen und Flanieren auf der Seite ein.

In einer Sonderkategorie wurde zum zweiten Mal der IntelPublikumsPreis von Intel, Hauptsponsor des Grimme Online Award, vergeben. 67 000 Internetuser hätten in diesem Jahr an der Abstimmung teilgenommen, sagte Intel-Geschäftsführer Hannes Schwaderer. Deutlicher Gewinner war dabei die ZDF-Serie http://www.mietmensch.zdf.de, für die über 27 000 Stimmen abgegeben wurden. Den Preis überreichte kein Geringerer als Gérard Depardieu. "Es ist wie ein deutscher Oscar für die Qualität im Netz", sagte der französische Schauspieler. Der Weinliebhaber lobte außerdem das Medienforum NRW: Wir feiern hier auch die deutsch-französische Freundschaft.

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