Starke Gewinne bei SAP
Deutsche Aktien starten fester

Die deutschen Aktienwerte sind am Freitag freundlich in den Handel gestartet, wobei insbesondere die SAP-Aktie nach Ankündigung eines Aktienrückkaufs kräftig im Kurs anzog. Händler begründeten die Entwicklung auch mit den späten Kursgewinnen an den US-Börsen am Vortag.

rtr/ddp-vwd FRANKFURT. "Die Anleger sind wieder in Kauflaune", sagte ein Börsianer. Seit Wochenbeginn gewannen die deutschen Standardwerte bereits knapp zehn Prozent an Wert. Dennoch schwebe die Unsicherheit angesichts möglicher Militärschläge der USA noch immer über dem Markt.

Der Dax legte innerhalb der ersten Handelsminuten 1,6 % auf 4250 Punkte zu. Der MDax für die mittelgroßen Werte notierte wenige Minuten nach Handelsbeginn 0,25 % höher bei 3881 Punkten.

SAP-Aktien zogen zum Handelsbeginn gut fünf Prozent an und pendelten sich danach auf Plus von 4,3 % auf 114,70 ? ein, nachdem der Softwarekonzern zuvor ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von bis zu 400 Mill. ? angekündigt hatte. Händler bewerteten die dadurch größere Aktiennachfrage als positiv. Eine "ziemlich gute Sache", sagte ein Marktteilnehmer. Er hofft auf eine Bodenbildung durch den angekündigten Aktienrückkauf. Ein Händler bewertete das Rückkaufprogramm als Ausdruck des Optimismus der Geschäftsführung. "Offensichtlich sind die der Meinung, die Aktie wäre billig", sagte er.

"SAP nutzt das niedrige Kursniveau derzeit aus, um Aktien günstig zurückzukaufen", sagte Achim Fehrenbacher, Analyst bei M.M. Warburg. "Wir gehen davon aus, dass SAP die selbst gesteckten Ziele erreichen kann." Durch die Anschläge in den USA sei natürlich eine gewisse Unsicherheit in allen Branchen. Es bleibe abzuwarten, wie das Geschäft im kommenden Jahr für SAP laufen werde.

Kursgewinne von über vier Prozent verbuchte auch die Adidas-Aktie. Händler begründeten dies mit der Aussage von Adidas-Chef Herbert Hainer, er rechne für 2001 weiter mit einem Umsatzanstieg von 3 bis 5 Prozent und einem Gewinnplus von 15 Prozent. Aus Nordamerika habe es seit den Terroranschlägen keine Auftragsstornierungen gegeben, sagte Hainer. Hainer verteidigte zudem die geplante Beteiligung am Fußball-Bundesligisten Bayern München gegen zahlreiche Kritiker. Man müsse die Übereinkunft mit den Bayern immer zusammen mit dem neuen Ausrüstervertrag bis 2010 sehen.

Mit Kursgewinnen zwischen zwei und fünf Prozent beschleunigten die Autowerte im Dax. Während der Münchener Autokonzern BMW um 5,10 Prozent auf 28,22 Euro zulegten, starteten Daimler-Chrysler mit einem Plus von 3,55 Prozent auf 32,10 Euro durch. Am Donnerstag hatte der Aufsichtsrat den Vertrag mit Konzernchef Jürgen Schrempp bis 2005 verlängert, was Börsianer als ein Zeichen für Stabilität beim Stuttgarter Autobauer sahen. Plus 3,09 Prozent auf 37,99 Euro verbuchte die Volkswagen-Aktie .

Zuvor hatte die Deutsche Bank nach Angaben von Marktbeobachtern die BMW-Aktie auf "buy" von "market perform" heraufgestuft. Volkswagen wurde dagegen von "buy" auf market perform" heruntergestuft.

Einzige Dax-Verlierer waren im frühen Handel Deutsche Post (-0,8 Prozent auf 15,71 Euro), Eon (-0,6 Prozent auf 57,55 Euro) sowie Fresenius Medical Care (-0,2 Prozent auf 83,30 Euro).

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