Starke Impulse für den polnischen Fondsmarkt
Adig kooperiert mit der BRE Bank

ina FRANKFURT/M. Die Adig sieht sich als Marktführer am - noch kleinen - polnischen Fondsmarkt und erhofft sich in Zukunft starke Impulse durch die Reform der Altersvorsorge. Das sagten Vertreter der Commerzbank-Fondsgesellschaft, der BRE Bank sowie der gemeinsamen Anlagegesellschaft Skarbiec auf einer Pressekonferenz in Frankfurt.

An der Skarbiec sind die polnische BRE Bank mit 51 % und Adig Investment mit 49 % beteiligt. Seit dem Start im Oktober 1997 habe die gemeinsame Gesellschaft Marktanteile gewonnen und sei jetzt mit umgerechnet 1,7 Mrd. DM bzw. 45 % Anteil am verwalteten Vermögen die Nummer eins in Polen, erklärte Skarbiec-Vorstand Marcus Nagel. Das gesamte polnische Fondsvolumen beziffert er auf 3,8 Mrd. DM.

Der Markt kann seiner Meinung nach in den kommenden Jahren mit einer Rate von 30 % bis 40 % wachsen. Hauptantriebskräfte seien die Reform Altersvorsorge sowie die erwarteten Umschichtungen von Bankeinlagen in Fonds. 1999 sei das Sozialversicherungssystem umgestaltet worden. Bereits im genannten Jahr hätten sich acht Millionen Arbeitnehmer für das neue kapitalgedeckte Rentensystem im Rahmen der betrieblichen Pflichtvorsorge entschieden. Den Pensionsfonds würden bereits im kommenden Jahr wahrscheinlich 6 Mrd. DM zufließen. Außerdem gibt diese Reform seiner Meinung nach auch Impulse für die private Altersvorsorge mit Fonds.

Laut Nagel konnte Skarbiec die US-Investmengesellschaft Pioneer zurückdrängen. Während der Etablierung des polnischen Fondsmarktes beriet die Gesellschaft nach seiner Darstellung den Staat und sei zunächst auch der einzige Fondsanbieter gewesen. Skarbiec habe sich in der Folgezeit mit ihren Produktangeboten besser auf die sicherheitsorientierten heimischen Anleger einstellen können. Pioneer halte jetzt noch 15 % des Marktes. Ähnlich stark sei die Position der Deutsche-Bank-Fondsgesellschaft DWS.

Gegen Mitte nächsten Jahres sei mit ersten Zinssenkungsschritten der Zentralbank zu rechnen. Diese Maßnahmen könnten eine Hausse am polnischen Anleihemarkt auslösen. Derzeit liegen die kurz- und langfristigen Renditen bei 18 bis 19 % bzw. 14 bis 15 %. In Erwartung fallender Zinsen und mit Blick auf den möglichen EU-Beitritt könne dann auch der Aktienmarkt den Aufwärtstrend wieder aufnehmen. Bereits im nächsten Jahr sieht Nagel den polnischen Aktienindex WIG um 20 % steigen.



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