Starke Konjunkturdaten beflügeln US-Börsen
Dow Jones gewinnt drei Prozent in dieser Woche

Die US-Börsen haben am Freitag nach erneuten teils kräftigen Kursschwankungen fester geschlossen. Während einige Investoren vor allem im Technologiesektor mit einer Schnäppchenjagd begonnen hätten, seien bei den Standardwerten Gewinne mitgenommen worden, begründeten Börsianer die Volatilität der Kurse.

Reuters NEW YORK. Positiv hätten sich auch unerwartet starke Konjunkturdaten ausgewirkt. Der Dow-Jones-Index schloss 0,95 Prozent höher auf 8264,39 Punkten. Damit legte der Standardwerte-Index in dieser Woche rund drei Prozent zu. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann am Freitag 1,69 Prozent hinzu auf 852,84 Zähler. An der Technologiebörse stieg der Nasdaq-Index um 1,78 Prozent auf 1262,12 Punkte. In der Woche fiel der Index jedoch um 4,3 Prozent.

"Die Anleger haben Angst, dass etwas Negatives passiert. Zu Beginn der Woche hatten wir einen hohen Umsatz, und das habe ich heute nicht gesehen. Die Investoren sagen: "Ich habe genug von dem Markt für diese Woche'", sagte Todd Clark von Wells Fargo Securities.

Die Aktien des US-Mischkonzerns Tyco gehörten nach der Ernennung des bisherigen Motorola-Präsidenten Edward Breen zum neuen Tyco-Chef zu den Gewinnern und waren der umsatzstärkste Wert an der New York Stock Exchange. Der Kurs stieg um rund 46 Prozent auf 12,03 Dollar. Dagegen fielen die Aktien von Motorola nach dem Weggang Breens um rund 10,5 Prozent auf 10,90 Dollar. Der Personalwechsel sei gut für Tyco und schlecht für Motorola, sagten Analysten.

Das Plus bei Microsoft von 2,52 Dollar oder rund 5,9 Prozent auf 45,35 Dollar stütze sowohl den Dow-Jones-Index als auch die Nasdaq, sagten Händler. Der Konzern hatte seine künftigen strategischen Pläne erläutert und mitgeteilt, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sollten um 20 Prozent steigen. Die Aktien des Chipindustrie-Ausrüsters Applied Materials notierten 0,6 Prozent im Plus auf 14,32 Dollar. Nach einer Höherbewertung der Branche durch das Investmenthaus Goldman Sachs auf "market overweight" von "market weight" hatte die Aktie im Geschäftsverlauf bereits auf ein vorläufiges Tageshoch von rund 15 Dollar zugelegt.

Die Titel von AOL Time Warner, die am Vortag um mehr als 15 Prozent eingebrochen waren, zogen um rund 13 Prozent auf 10,90 Dollar an. Dagegen brachen die Aktien des hoch verschuldeten US-Telekomkonzerns Sprint Corp zeitweise um mehr als ein Viertel ein, was Analysten auf Gerüchte über Liquiditätsprobleme zurückführten. Die Titel schlossen rund 22 Prozent im Minus auf 7,05 Dollar. Sprint wies die Gerüchte zurück.

Die Aktien des Herstellers von Nachahmer-Medikamenten, Andrx Corp., verloren rund 17,6 Prozent auf 17,90 Dollar. Das Unternehmen hatte einen Quartalsverlust ausgewiesen und dies mit Verzögerungen bei der Einführung neuer Generika-Medikamente begründet. Das Unternehmen hatte außerdem eine hohe Sonderbelastung im Zusammenhang mit Prozesskosten verbucht.

Positiv auf die Stimmung am Markt habe sich der unerwartet geringe Rückgang des von der Universität Michigan errechneten Indexes zum Vertrauen der US-Verbraucher im Juli ausgewirkt, sagten Händler. Der Index sank auf 88,1 Punkte von 92,4 Punkten im Juni. Analysten hatten mit 86,5 Punkten gerechnet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,8 Milliarden Aktien den Besitzer. 1991 Werte legten zu, 1278 gaben nach und 137 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,68 Milliarden Aktien 1917 im Plus, 1457 im Minus und sieben unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 1/32 auf 103-24/32. Sie rentierten mit 4,388 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 9/32 auf 100-26/32 und hatten eine Rendite von 5,319 Prozent.

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