Starke Positionierung auf den Weltmärkten
Dax-Unternehmen sind immer aktiver im Ausland

Die 30 wichtigsten Aktiengesellschaften sind jenseits der deutschen Grenzen immer aktiver. Dies zeige der wachsende Auslandsanteil bei Umsätzen, Beschäftigten und in den Vorstandsetagen der im Aktienindex DAX notierten Unternehmen, berichtet die Zeitschrift "Die Bank" in ihrer aktuellen Ausgabe.

HB/dpa FRANKFURT/MAIN. Den höchsten Auslandsanteil bei den Erlösen erreicht der Pharmakonzern Schering mit 89 Prozent. Im Durchschnitt erzielen die Industrie- Unternehmen im Dax zwei Drittel ihrer Umsätze außerhalb Deutschlands.

Vor allem Daimler-Chrysler hat durch die transatlantische Fusion einen starken internationalen Zuschnitt. Nur noch 15 Prozent der Erlöse werden in Deutschland erzielt. Die beiden Versicherer Allianz und Münchener Rück erzielen 69 beziehungsweise 55 Prozent der Bruttobeiträge im Ausland.

Die starke Positionierung auf den Weltmärkten basiert nicht nur auf den Exporten, sondern geht meist einher mit Investitionen in Produktionsstätten vor Ort. Dies untermauert die Personalstruktur der 30 Dax-Gesellschaften. Von den rund 3,6 Millionen Mitarbeitern 2001 hatten 44 Prozent ihren Arbeitsplatz außerhalb Deutschlands. Einige Unternehmen wie der Dialyse-Spezialist Fresenius Medical Care, Adidas-Salomon und Henkel beschäftigen sogar mehr Mitarbeiter im Ausland als hier zu Lande. Bei der Deutschen Bank ist jeder zweite Konzernbeschäftigte außerhalb Deutschlands aktiv.

Auch in den Vorstandsetagen spiegelt sich die Globalisierung der Dax-Unternehmen wider. Von den 201 Managern stammen 31 aus anderen Ländern - dies entspricht einer Quote von 15 Prozent. 2000 lag der Anteil von Ausländern in Vorstand und Aufsichtsrat bei nur fünf Prozent. Der westeuropäische Durchschnitt betrug dagegen schon damals 18 Prozent. Multikulterell geht es vor allem beim Sportkonzern Adidas zu. Von den sieben Vorständen ist einer Neuseeländer, einer Amerikaner, einer Kanadier und einer Schweizer. Bei Fresenius Medical Care (FMC) sind die Deutschen ebenfalls in der Minderheit.

Drei Ausländer sind sogar Vorstandsvorsitzende: der Schweizer Josef Ackermann bei der Deutschen Bank, der Österreicher Gerhard Pegam bei Epcos und der Amerikaner Ben Lipps bei FMC. Zuwachs erhält dieser Kreis am 1. Februar 2003, wenn der Niederländer Harry Roels den Chefsessel bei RWE übernimmt.

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