Starke Verluste für Thyssen-Krupp
Dax zieht nach US-Eröffnung an

Im Gefolge der freundlichen Eröffnung an den US-Börsen haben die deutschen Standardwerte am Dienstag fester notiert.

Reuters FRANKFURT. In Erwartung der Geschäftszahlen des US-Chipherstellers Intel verlaufe das Geschäft insgesamt aber bei geringen Umsätzen lustlos, sagten Marktteilnehmer. Dem Händler Knut Hochwald von der Hamburger Sparkasse zufolge stellt Intel die Weichen für die Entwicklung des Dax am Mittwoch. Sollten die Zahlen enttäuschen, sei ein Rückschlag auf bis zu 4 880 Punkte möglich. Bei einer positiven Überraschung gebe es dagegen einiges Aufwärtspotenzial. Starke Verluste verbuchten die Aktien von Thyssen-Krupp, die Börsianern zufolge von einem zurückhaltenden Ausblick belastet wurden.

Der Deutsche Aktienindex (Dax) stieg bis zum Nachmittag um 0,73 % auf 5 103 Zähler, während der Auswahlindex des Neuen Marktes Nemax-50 um 0,48 % auf 1 185 Punkte anzog. Der Nebenwerte-Index MDax lag unterdessen 0,23 % im Minus bei 4 330 Stellen.

Der Dow Jones EuroStoxx50 der größten europäischen Aktien legte um 1,29 % auf 3 554 Zähler zu. An der Wall Street tendierte der Dow Jones im frühen Handel 0,85 % höher bei 9 975 Stellen, während der technologielastige Nasdaq-Index um 0,9 % auf 2 009 Punkte stieg.



Ängstlich, aber leicht optimistisch

Hochwald beschrieb die Stimmung am Markt als "ängstlich, aber leicht optimistisch". Unterstützung erhalte der Dax unter anderem von der Heraufstufung des europäischen Technologiesektors auf "Neutral" durch die Investmentbank Goldman Sachs. Belastend wirke dagegen die Herabstufung der europäischen Versicherungsbranche auf "Neutral" der Investmentbank Merrill Lynch.

Die Aktien von Thyssen-Krupp verbilligten sich um 1,74 % auf 16,41 Euro. Das Unternehmen hatte zwei Wochen nach Ablauf des ersten Quartals des Geschäftsjahres 2001/2002 seine pessimistische Ertragsprognose bekräftigt und eine Verfehlung des Umsatzzieles angedeutet. Vor allem das erste Halbjahr des im Oktober begonnenen Geschäftsjahres werde schwierig, hieß es. Einem Händler zufolge enttäuschte der Ausblick auf den weiteren Geschäftsverlauf die Anleger.

Große Verluste verbuchten auch MAN , deren Titel um zwei Prozent auf 25 Euro sanken. Das Papier hatte von Mitte Dezember bis vergangenen Freitag um rund 22 % angezogen.



Technologiewerte profitieren von Heraufstufung

Neben der Erwartung der Intel-Zahlen sorge die Heraufstufung des europäischen Technologiesektors für Kaufstimmung bei Infineon , sagten Broker. Die Aktien legten um 2,34 % auf 25,38 Euro zu. Von der Heraufstufung profitierten Marktteilnehmern zufolge auch Epcos , die zudem in den vergangenen Woche kräftige Einbußen erlitten hatten. Die Epcos-Aktien stiegen um 3,1 % auf 50,52 Euro.

Die Eon -Papiere verteuerten sich unterdessen um 2,61 % auf 59 Euro. Die Europäische Kommission hatte zuvor grünes Licht für das geplante Wasserkraft-Joint Venture der Eon mit der Österreichischen Elektrizitätswirtschafts-AG (Verbund) gegeben.



Buderus unter Druck

Im M-Dax verloren die Aktien von Buderus und ihrem Großaktionär Bilfinger + Berger, nachdem die Robert Bosch GmbH mitgeteilt hatte, nicht mehr an einer Übernahme von Buderus interessiert zu sein. Die Aktien von Buderus verloren 5,39 % auf 27,20 Euro und die Titel von Bilfinger 8,52 % auf 24,38 Euro.



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