Starke Waldbrände in Kanada
New York im Dunstschleier

Dutzende Waldbrände in der kanadischen Provinz Quebec und ein starker Wind haben New York und andere Großstädte im Nordosten Amerikas in einen milchigen Dunstschleier gehüllt. Bei der Polizei meldeten sich zahlreiche Anrufer, die wegen der seltsamen Erscheinung terroristische Anschläge befürchteten.

HB/dpa NEW YORK/MONTREAL. Dutzende Waldbrände in der kanadischen Provinz Quebec und ein starker Wind haben New York und andere Großstädte im Nordosten Amerikas in einen milchigen Dunstschleier gehüllt. Bis zum Montag wurden bei 85 Feuern Wälder auf einer Gesamtfläche rund 890 Quadratkilometern vernichtet. Die Rauchwolken wurden bei Temperaturen von bis zu 38 Grad bis zu 2000 Kilometer nach Süden geweht. Zehn Brände waren außer Kontrolle.

Die Behörden beider Länder wiederholten Warnungen an Menschen mit Herz- und Kreislauf- sowie Atemproblemen, die Fenster geschlossen zu halten und möglichst nicht auf die Straße zu gehen bis sich die Rauchschleier auflösen. Damit wurde im Laufe des Montags gerechnet. Am Sonntag war die Dunstschicht über New York zeitweise so dicht, dass der Himmel nicht mehr erkennbar war und die Sonne wie ein glutroter Punkt durch den weißlichen Schleier schien. Bei der Polizei meldeten sich zahlreiche besorgte Anrufer, die wegen der seltsamen Erscheinung bei gleichzeitigem Brandgeruch terroristische Anschläge befürchteten.

Über der kanadischen Großstadt Montreal, die rund 800 Kilometer südlich der schwersten Brandherde liegt, breitete sich ein feiner Aschefilm aus, der an tausenden geparkten Autos und vielen Gebäuden haften blieb. Die schwersten der Anfang Juli ausgebrochenen Feuer wüteten auch am Montag noch im Gebiet um den See St. Jean, rund 240 Kilomter nördlich von Quebec-City, sowie in zwei großen Gebieten nahe der James Bay. Insgesamt sind nahezu 1000 Feuerwehrleute und freiwillige Helfer im Einsatz. Sie werden von Löschflugzeugen unterstützt.

In Kanada führten die Brände zu Stromausfällen, von denen eine halbe Million Menschen betroffen waren. Mehrere kleine Ortschaften mussten evakuiert werden. Fluggesellschaften mussten wegen zeitweise extremer Rauchbelastung Dutzende von Starts und Landungen verzögern.

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