Starker Einschnitt im Oktober
Terroranschläge lassen Fluggastzahlen sinken

Wegen der Terroranschläge in den USA sind in der Sommersaison 2001 erstmals seit 1990 weniger Menschen ins Ausland geflogen als im Vorjahr.

ap WIESBADEN. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte, ging von April bis Oktober die Passagierzahl insgesamt um 1,5 Prozent auf 33,2 Millionen zurück. Im Zeitraum April bis September gab es mit 0,4 Prozent mehr Passagieren bereits eine Stagnation (29,1 Millionen Passagiere). Der starke Einschnitt kam dann im Oktober, als 12,9 Prozent weniger Passagiere als im Vorjahresmonat ins Ausland flogen. Vor den Anschlägen hatte sich der Wachstumstrend der Vorjahre noch fortgesetzt: Von April bis August bestiegen 24,2 Millionen Passagiere ein Flugzeug ins Ausland, das waren 1,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Nach Amerika flogen mit 3,5 Millionen Passagieren 9,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Passagierzahl in die USA ging um 11,0 Prozent zurück, in die Dominikanische Republik flogen sogar 21,9 Prozent weniger. Nach Australien und Ozeanien flogen 24,4 Prozent weniger Menschen. Die Zahl der Passagiere nach Afrika ging insgesamt um 5,3 Prozent zurück, wobei allerdings Südafrika zulegte: Dorthin flogen 11,0 Prozent mehr Passagiere als im Vorjahr.

Auch Asien konnte ein leichtes Plus von 0,4 Prozent verzeichnen, wobei vor allem Singapur (+10,8 Prozent) und Thailand (+8,4 Prozent) mehr Fluggäste aus dem Ausland begrüßen konnten. In europäische Zielländer flogen in der Sommerreisesaison 2001 mit 25,7 Millionen Menschen fast so viele Passagiere wie im Vorjahr (-0,1 Prozent). Auf die Balearen flogen 9,3 Prozent weniger, auf die griechischen Inseln 5,9 Prozent weniger. Ein Plus konnte dagegen die Türkei verbuchen, die 14,3 Prozent mehr Fluggäste aus dem Ausland besuchten. Spitzenreiter war Antalya: Dort gab es 28,4 Prozent mehr Besucher.

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