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Starker Ergebniseinbruch bei Gruner + Jahr "Unfug"

Der Gruner + Jahr Verlag ist einem Bericht des Branchendienstes «Der Kontakter» entgegengetreten, wonach der Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr 2000/2001 auf 185 Mill. DM gesunken ist.

dpa-afx MÜNCHEN/HAMBURG. "Das vom 'Kontakter' allgemein bezeichnete 'Ergebnis' von 185 Mill. DM ist Unfug", kommentierte Verlagssprecher Kurt Otto den entsprechenden Bericht am Sonntag. Der Verlag könne die Zahlen, die der Branchendienst in seiner Vorabmeldung verbreite, beim besten Willen nicht nachvollziehen.

Die Zahlen des am 30. Juni abgeschlossenen Geschäftsjahres sollten erst auf der Bilanz-Pressekonferenz am kommenden Donnerstag veröffentlicht werden, sagte Otto. "Vorher nehmen wir im einzelnen zu Zahlen grundsätzlich keine Stellung." In dem Bericht des "Kontakter" sei lediglich richtig, dass G+J auf der Bilanz-Pressekonferenz Ende August 2000 für das Geschäftsjahr 1999/2000 ein EBIT von 751 Mill. DM, veröffentlicht habe.

"Der Kontakter" berichtet in seiner jüngsten Ausgabe, dass die vom G+J Vorstandsvorsitzenden Bernd Kundrun zu verantwortende Bilanz offenbar weitaus schlechter ausgefallen ist, als bisher vermutet. Demnach soll der Verlag im Geschäftsjahr 2000/01 rund sechs Mrd. DM umgesetzt haben. Das Ergebnis soll 185 Mill. DM betragen haben.

Als Grundlage für seinen Bericht nennt der Branchendienst eine im April diesen Jahres von G+J erstellte Hochrechnung. Als Gründe für den angeblichen Gewinneinbruch nennt "Der Kontakter" hohe Defizite im Bereich Multimedia, eine Anzeigenflaute und hohe Akquisitionskosten für Objekte wie den US-Wirtschaftstitel "Fast Company".

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