Starker Franken belastet Swatch: Schwieriges Jahr für Schweizer Uhren

Starker Franken belastet Swatch
Schwieriges Jahr für Schweizer Uhren

Der Schweizer Uhrenkonzern Swatch Group hat im Jahr 2002 einen um 2,9 Prozent auf 4,062 (Vorjahr 4,182) Milliarden Franken gesunkenen Umsatz verzeichnet. Der starke Schweizer Franken schmälerte die Erlöse um 166 Millionen Franken, teilte das Unternehmen am Mittwoch weiter mit. In Lokalwährungen stieg der Umsatz um 1,1 Prozent.

Reuters BIEL. Die Swatch Group beurteilt das Jahr 2003 optimistisch, da sich das Wachstum im zweiten Halbjahr 2002 insbesondere im Kerngeschäft mit Uhren beschleunigt habe. Der Konzern wies aber zugleich auf mögliche Einbußen aufgrund eines weiter ansteigenden Schweizer Frankens hin.

Im Gesamtjahr 2002 nahm der Umsatz mit Fertiguhren währungsbedingt um 1,8 Prozent ab auf 2,980 Milliarden Franken. In Lokalwährung legte das Uhrengeschäft um 3,2 Prozent zu. Zufrieden ist Swatch vor allem mit dem Luxussegment: alle Marken hätten sich überdurchschnittlich entwickelt, so der Konzern. Die Marken des obersten Preissegments wie Breguet, Blancpain oder Omega tragen überdurchschnittlich zum Gewinn bei.

Die Marke Swatch sei dank der eigenen Läden nach einem schwierigen Vorjahr wieder gewachsen. Die Umsatzverbesserung im zweiten Halbjahr 2002 dürfte sich weiteren Angaben zufolge vorteilhaft auf das Betriebs- und Konzernergebnis im Gesamtjahr ausgewirkt haben. Genauere Angaben machte Swatch nicht. "Der Gewinn 2002 könnte höher, tiefer oder wie im Vorjahr ausfallen", sagte Unternehmenssprecherin Beatrice Howald. 2001 wies das Unternehmen ein Nettoergebnis von 504 Millionen Franken aus.

Analyst Patrik Schwendimann von der Zürcher Kantonalbank will seine Gewinnschätzung für 2002 voraussichtlich um ein Prozent nach oben anpassen. "In diesem Umfeld sind die Resultate gut. Sie haben die Konsensus Erwartungen erfüllt. Das ist heutzutage sehr gut", sagte Schwendimann. Für 2003 müssten die Gewinnschätzungen aber wegen der Währungseffekte um rund sechs Prozent nach unten korrigiert werden. Die Banken Sarasin und Leu bestätigten ihre Empfehlung "buy" respektive "strong buy".

Die Aktien von Swatch gaben in einem knapp gehalten Gesamtmarkt zwei Prozent nach auf 112 Franken. Händler wiesen auf den starken Kursanstieg der vergangenen Tage hin, der diesen Kursverlust erkläre.

Der Umsatz mit Uhrenkomponenten und Uhrwerken stieg im Berichtszeitraum um 1,2 Prozent auf 1,408 Milliarden Franken. Für 2003 ist Swatch optimistisch. Die Auftragsbücher präsentierten sich ansprechend, hieß es in der Medienmitteilung.

Schwierig blieb das Geschäft mit elektronischen Systemen. Der Umsatz sank um 11,1 Prozent auf 375 Millionen Franken. Die Zukunftsaussichten in diesem Segment beurteilte Swatch verhalten positiv.

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