Starkes Quartal
Netzwerkausrüster Cisco mit Gewinnschub

Reuters PALO ALTO. Starke Verkäufe an Internet-Anbieter haben beim weltgrößten Netzwerkausrüster Cisco Systems zu einem Gewinnschub im vierten Quartal geführt, der die Analystenschätzungen übertraf. In den drei Monaten zum 29. Juli habe der Reingewinn aus den laufenden Geschäften um 69 % zugelegt, teilte Cisco am Dienstag nach US-Börsenschluss im kalifornischen Palo Alto mit. "Alle Geschäftszweige und fast jedes Produkt hatten ein starkes Quartal", sagte Cisco-Chef John Chambers. Auch im gesamten Geschäftsjahr 1999/2000 habe Cisco bei Umsatz und Ergebnis klar zulegen können, hieß es weiter. Zugleich teilte Cisco mit, dass die bisherige Nummer Zwei an der Firmenspitze, Don Listwin, den Netzwerkkonzern verlassen und künftig als Chief Executive ein anderes Unternehmen leiten werde.

Der US-Konzern hatte in seinem vierten Quartal den Reingewinn auf 1,2 (Vorjahr 0,71) Mrd. $ erhöht. Pro Aktie ergebe sich damit ein Ergebnis von 16 (10) Cent. Die Analystenschätzungen hatten nach einer Umfrage von First Call/Thomson Financial im Durchschnitt lediglich auf einen Gewinn von 15 Cent gelautet. Nach den Angaben stieg der Quartalsumsatz ebenfalls um kräftige 61 % auf 5,72 (3,56) Mrd. $. Im gesamten Geschäftsjahr 1999/2000 erwirtschaftete Cisco Systems laut eigenen Angaben einen Umsatz von 18,93 (12,17) Mrd. $, was einem Zuwachs von 55 % entspricht. Der Reingewinn habe um 56 % auf 3,91 (2,52) Mrd. $ zugelegt. Pro Aktie entspreche dies einem Gewinn von 53 (36) Cent.

Leitstern der Hochtechnologiebranche

Cisco Systems, die in den vergangenen Jahren zu einem Leitstern der Hochtechnologie-Branche avancierten, konnten laut Analysten vom massiven Wachstum des Internets und der Neupositionierung der Unternehmen auf die New Economy profitieren. Bemerkenswert an den Zahlen sei aber auch das erstaunliche Umsatzwachstum im Konzern, hieß es. Mit den Zahlen hat Cisco nun schon das zehnte Quartal in Folge den Umsatz des Vorjahres übertroffen. "Das sieht man häufig bei kleineren Unternehmen. Dies bei einem großen Konzern zu sehen, der einen Umsatz von 5,7 Mrd. in einem Quartal erwirtschaftet, sucht seinesgleichen," sagte Michael Cristinziano, Analyst bei Gerard Klauer Mattison in New York. Cisco Systems ist nach eigenen Angaben der weltweit führende Anbieter von Netzwerktechnologie für das Internet. Die Produkte des Unternehmens umfassen etwa Multiprotokoll-Router, Workgroup-Systeme, Dial-Up Access-Server aber auch Sicherheitslösungen und Software für das Netzwerk-Management. Cisco Systems wies auch auf einen schnellwachsenden und möglicherweise großen Markt für das mobile Internet hin. Derzeit gebe es weltweit etwa rund 500 Mill. Handybenutzer. Bis zum Jahre 2003 werde die Zahl auf etwa 1,3 Mrd. ansteigen, sagte Vorstandsmitglied Mike. Rund 40 % der Handybesitzer könnten dabei bis 2004 auf ihren Geräten mobile Internetdienste empfangen. "Wir sind der Auffassung, dass dies noch schneller geschehen könnte," sagte Volpi.

Die derzeitige Nummer Zwei hinter Konzernchef Chambers, Don Listwin, wechselt als CEO zu einem anderen Unternehmen, dessen Name am Mittwoch bekannt gegeben werden sollte. Listwin, der häufig als möglicher Nachfolger von Chambers gehandelt wurde, war einer von zwei Vizechefs im Konzern und vor allem für den Verkauf von Netzwerkausrüstung an Telekomunternehmen, Internetanbieter sowie für das Konzernmarketing verantwortlich. "Dies war eine schwierige Entscheidung für mich," sagte Listwin. Er habe mit diesem Schritt die vergangenen sechs Monate gerungen. Der Weggang sei offen und ausführlich mit Cisco-Chef Chambers besprochen worden.

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