Starkes Wachstum bei Lebensversicherungen
Nürnberger Versicherungsgruppe wächst überdurchschnittlich

ddpa NÜRNBERG. Die Nürnberger Versicherungsgruppe wird ihre Einnahmen im Jahr 2000 um rund 6,8 Prozent auf rund fünf Milliarden Mark steigern. Damit verzeichne der Konzern ein überdurchschnittliches, "drei Mal so starkes Wachstum" wie der inländische Versicherungsmarkt, der nur um rund 2,1 Prozent zulegen konnte, sagte Vorstandsvorsitzender Hans-Peter Schmidt am Donnerstag in Nürnberg. Haupteinnahme-Quelle war der Bereich der Lebensversicherungen, der den Hochrechnungen bis zum Jahresende nach um 8,8 Prozent auf rund 3,3 Milliarden Mark zulegen wird. Auch das zweite Standbein des Konzerns, die Schadengruppe, wuchs mit 4,9 Prozent überdurchschnittlich stark. Insgesamt konnte der Konzernumsatz um 5,3 Prozent auf rund 7 Milliarden Mark gesteigert werden.

Gegenüber dem "Ausnahmejahr 1999" sei das Neugeschäft bei den Lebensversicherungen erwartungsgemäß um zehn Prozent auf knapp 950 Millionen Mark zurückgegangen, sagte Schmidt. Dem stünden kräftige Zuwächse in der Kranken- und Schadenversicherung gegenüber. Kräftig gewachsen sei auch die Fürst Fugger Privatbank , an der die Nürnberger Versicherungsgruppe mit 90 Prozent beteiligt sei. Hier wird das Geschäftsvolumen voraussichtlich rund 545 Millionen Mark betragen. Auf Grund der guten Zahlen des zu Ende gehenden Geschäftsjahres kündigte Schmidt an, der Hauptversammlung der Nürnberger Beteiligungs-Aktiengesellschaft eine Steigerung der Dividende um 37 Prozent vorzuschlagen.

Durch den Wegfall der gesetzlichen Berufsunfähigkeitsrente zum Jahresbeginn 2001 für Beschäftigte unter 40 Jahren und den Trend zu fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen erwartet Schmidt weitere Impulse für den Versicherungsmarkt. Auch die Rentenreform und die angekündigte staatliche Förderung der privaten Altersvorsorge lasse Spielraum für neue Produkte.

Die Übernahme von Konzernanteilen durch andere Versicherungen wollte Schmidt nicht kommentieren. Nachdem im Sommer 2000 die Übernahme eines 27,5-prozentigen Aktienpaketes der Deutschen Bank durch die Versicherungskammer Bayern gescheitert war, habe die Nürnberger alles Notwendige getan, um ihre Unabhängigkeit zu erhalten, betonte er. Schmidt wollte jedoch nicht ausschließen, dass sich die Deutsche Bank von ihren Anteilen trennt. Branchenexperten gehen davon aus, dass die Münchner Rück ihre Anteile aufstocken möchte.

Im Außendienst der Versicherung arbeiten derzeit rund 25 300 Mitarbeiter, darunter etwa 1 700 Festangestellte.

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