Starkes Wachstum geplant
Sartorius bügelt die Delle aus

Utz Claassen hält die "Holperstrecke", wie er es nennt, für überwunden. Der Vorstandsvorsitzende der Sartorius AG, Göttingen, peilt wieder beträchtliches Wachstum an, nachdem der Biotech-Zulieferer 2001 den Gewinneinbruch vom Vorjahr zumindest teilweise ausgeglichen hat.

stw HANNOVER. In den nächsten fünf Jahren soll der Umsatz um fast 50 % steigen und der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sich verfünffachen.

Im vergangenen Jahr war der Konzern allerdings noch damit beschäftigt, Wachstumsschmerzen auszukurieren. Wegen Kapazitätsengpässen, hohen Investitionen in ein neues Werk und einem inzwischen verschobenen Börsengang der Tochter Vivascience waren 2000 die Kosten in die Höhe geschossen. Im Vergleich zum schwachen Vorjahr sprang das Ebit 2001 um 83 % auf 13,8 Mill. Euro, der Nettogewinn verdreifachte sich auf 3 Mill. Euro bei einem Umsatzanstieg von 9 % auf 449,3 Mill. Euro. Damit ist Sartorius aber noch ein Stück von der Ertragskraft vorangegangener Jahre entfernt.

Gebremst wird das Wachstum zurzeit von der Mechatronik-Sparte, die elektronische Präzisionswaagen herstellt. Dort lag der Umsatz im ersten Quartal um 4 % niedriger als vor einem Jahr. Claassen hält trotzdem an seinem Ziel von 10 % Wachstum im Gesamtjahr fest. In der zweiten großen Sparte Biotechnologie, die Filtersysteme für Labors und die Lebensmittelindustrie liefert, brummt dagegen das Geschäft. Dort seien mehr als 15 % Wachstum machbar. Den Börsengang der Tochter Vivascience hat Claassen nicht zu den Akten gelegt. Sobald die Börsenlage dazu passt, will er ihn nachholen.

Quelle: Handelsblatt

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