Start bereits nächste Woche beim Militär
Bush will flächendeckende Pockenimpfungen

Als Vorbeugung gegen einen möglichen Angriff mit biologischen Waffen hat US-Präsident George W. Bush die Wiederaufnahme von Pockenschutzimpfungen beschlossen. Bush werde den Beginn des Impfprogramms an diesem Freitag ankündigen, verlautete am Donnerstag aus dem Weißen Haus.

HB/dpa WASHINGTON. In einer ersten Phase soll bereits in der kommenden Wochen mit der Impfung von bis zu 500 000 Soldaten begonnen werden, die im Persischen Golf stationiert werden könnten, berichtete die "Washington Post".

In einer zweiten Phase könnten dann bis zu zehn Mill. Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden und Notfalldienste immunisiert werden, die im Falle eines Terrorangriffs mit den Pockenviren in Kontakt kommen könnten. Frühstens im Jahr 2004 könnte die Pockenimpfung der Bevölkerung angeboten werden. Dies werde allerdings auf freiwilliger Basis beruhen, erklärte Bush in einem Interview.

Gesundheitsexperten äußerten Bedenken. Nach ihrer Ansicht stellen die Nebenwirkung einer Pockenimpfung ein größeres Risiko dar als ein möglicher Terroranschlag. So würden durchschnittlich bei 1000 von einer Million Geimpften gesundheitliche Probleme auftreten, 15 behielten bleibende Schäden und 1 bis zwei würden an den Folgen der Impfung sterben, berichteten Mediziner.

Die Pocken wurden 1980 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als ausgerottet erklärt. Die USA hatten ihr Pocken-Impfprogramm bereits acht Jahre zuvor eingestellt. Umfragen zeigen, dass viele Amerikaner bereit wären, sich trotz der gesundheitlichen Risiken impfen zu lassen.

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