Start der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin
Reisebranche optimistisch

Die Reisebranche startet mit Optimismus in das Urlaubsjahr 2001. Zum Auftakt der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin kündigten Veranstalter wie C&N Touristic und Ferienländer wie Ägypten, Kroatien und die Türkei am Wochenende steigende Gästezahlen an.

dpa BERLIN. Bundeswirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) sprach sich dafür aus, mehr ausländische Touristen und damit mehr Geld ins Land der Reiseweltmeister zu holen. Bei Service und Freundlichkeit müsse die deutsche Branche aber noch dazu lernen. Die Welttourismusorganisation appellierte an Afghanistan, sein kulturelles und religiöses Erbe nicht zu zerstören.

Zur wichtigsten Reisemesse der Welt mit mehr als 10 000 Ausstellern auf 182 Ländern werden noch bis Mittwoch 120 000 Besucher erwartet, die Hälfte davon Fachgäste, die vor allem der Geschäftskontakte wegen nach Berlin kommen.

Müller sagte bei der offiziellen Eröffnung am Samstagabend: "Versuchen Sie doch einmal, in in einigen Gegenden Deutschlands in einem Restaurant zwei Tische zusammenzustellen. Im günstigsten Falle müssen Sie das Restaurant nicht verlassen - es genügt der schriftliche Antrag." Dabei böte gerade der Tourismus in Deutschland "exzellente Chancen für den Mittelstand". Insgesamt gäben die Deutschen im Ausland 90 Mrd. DM aus, die Ausländer hier zu Lande hingegen nur 30 Mrd. DM. "Das Defizit können wir beheben, indem mehr Ausländer unser Land besuchen."

Nach einer Studie der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (F.U.R.) zahlten die deutschen Urlauber im Jahr 2000 DM 1549 DM (792 Euro) und damit 126 DM mehr als 1999. Gleichzeitig ging die Zahl der Reisen von mindestens fünf Tagen Dauer um 400 000 auf 62,2 Mill. leicht zurück. Nach wie vor blieben die Menschen am liebsten im eigenen Land.

Kroatien erwartet starken Urlaubsstrom aus Deutschland

Der zweitgrößte deutsche Reisekonzern, C&N Touristic (Oberursel), will mit einem neuem Vorstandszuschnitt und einer europäischen Markenstrategie den Branchenprimus Preussag (Hannover) künftig noch schärfer attackieren. "Das Ziel ist, die Nummer eins in der Rendite und im Preis-Leistungs-Verhältnis zu sein", sagte Vorstandschef Stefan Pichler. Die Buchungen für diesen Winter lägen um 8,1 % und für den Sommer um 7 % über Vorjahresniveau.

Kroatien stellt sich auf einen starken Urlauberstrom aus Deutschland ein. Es würden mehr als eine Million Bundesbürger erwartet, 20 % mehr als im Vorjahr, teilte die Tourismusgesellschaft mit. Auch die Türkei erwartet nach starken Buchungszuwächsen ein Rekordjahr. Ägypten verzeichnete 2000 mit mehr als 786 000 deutschen Gästen ein Plus von 43 %. Polen verbuchte im vergangenen Jahr dagegen mit 6,45 Mill. Besuchern aus Deutschland ein Minus von 4,3 %. Vor allem die Zahl der Einkaufsfahrten sei rückläufig gewesen.

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