Start-up
Ein Portal für Modefreaks und Modemarken: Styleranking

Roland Schweins liest jede Frauenzeitschrift, die er in die Finger kriegt. Bis vor zwei Jahren hatte der 35-Jährige von Mode keine Ahnung. Zusammen mit Daniel Schaffeld, 29, hat er dennoch Styleranking gegründet, eine Internetplattform, auf der sich modebegeisterte junge Menschen über neue Trends austauschen.

80 Prozent der Nutzer sind Frauen. Und zwar solche, die selbst nähen oder Gekauftes originell kombinieren. Die andere Zielgruppe sind Nachwuchsdesigner wie Modestudenten, die auf der Internetseite ihre Kollektionen vorstellen. „Die Designer können Styleranking als Sprungbrett nutzen, wir profitieren von den professionellen Inhalten“, erläutert Schweins.

Besonders interessante Kreationen können die Designer dort auch bald zum Kauf anbieten. Die Nutzer bewerten darüber hinaus gegenseitig ihre Kleidungsstücke. Einmal pro Woche gibt es für die Rubriken Gesamtoutfit, Schuhe, Accessoires oder Taschen je ein Ranking der beliebtesten Stücke. Einmal im Monat lädt Styleranking Jungdesigner, Modejournalisten und Nutzer zu Workshops ein, um zu hören, was angesagt ist und was sich die Modeexperten von Styleranking wünschen. Daneben suchen die beiden Gründer auch den Kontakt zu den Redaktionen der Modezeitschriften. Dabei entstand eine Kooperation mit „Amica“. Deren Homepage präsentiert wöchentlich die Styleranking-Gewinner, im Gegenzug veröffentlicht Styleranking „Amica“-Artikel. „Die Styleranking-Nutzer erhalten ihre Inspiration letztlich von den Laufstegen dieser Welt. Diese Fortführung von High Fashion auf einer neuen, den Usern sehr nahen Ebene ist für uns interessant“, sagt Markus Weiß, Site-Manager von Amica Online.

Schweins und Schaffeld entwickelten die Unternehmensidee vor zwei Jahren in einer Kneipe. Die beiden Betriebswirte arbeiteten damals für verschiedene Online-Unternehmen und diskutierten darüber, ob es sich lohne, ein eigenes Internetportal zu eröffnen. „Für fast alle wichtigen Themen von Autos bis Jobsuche gab es nämlich schon reichweitenstarke Portale“, erinnert sich Schweins. „Doch für Mode gab es nur Online-Shops, aber kein unabhängiges Portal für Gleichgesinnte.“ Neben ihrem Job tüftelten die beiden nach Feierabend an ihrem Konzept. Sie erstellten einen Businessplan mit Details zu Marktpotenzial und Finanzierung, um sich bei dem Start-up-Wettbewerb Neues Unternehmertum Rheinland zu bewerben. Als sie dort den dritten Platz belegten, wurden Investoren auf sie aufmerksam. Schweins und Schaffeld gründeten mit 25 000 Euro aus ihrem Ersparten eine GmbH. Zusätzlich stiegen fünf Kapitalgeber ein. Zu diesen Business-Angels gehören ein Unternehmensberater, ein Unternehmer und ein Online-Profi.

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