Starttermin noch offen
Citibank plant Allfinanzberatung

Die Citibank will dem wachsenden Beratungshunger von Kunden befriedigen. "Wir planen, unseren Kunden in Zukunft eine vollständige Analyse ihrer finanziellen Situation zu bieten. Bislang gibt es in Deutschland diese Analyse der financial needs noch nicht richtig", sagte Burkhard Breiing, Marketing-Vorstand der Citibank Privatkunden AG gegenüber dem Handelsblatt.

ali/HB DÜSSELDORF. Diese Allfinanzberatung bieten vor allem bislang unabhängige Finanzberater oder Unternehmen wie die MLP AG. Auch der neue Konzern aus Allianz und Dresdner Bank will künftig seine Kunden umfassend in Finanzfragen bedienen.

"Dieses Feld sollten wir nicht den IFAs (Indepedent Financial Advisors, d. Red.) überlassen", meint Breiing. Nach seinen Angaben würden derzeit Computerprogramme entwickelt, die den Citibank-Berater bei seiner Finanzanalyse und der Umsetzung der Ergebnisse unterstützen sollen. Wann die neue Beratungsoffensive gestartet und beworben werden soll, stehe noch nicht fest. Die Beratung soll aber nach wie vor aus Provisionen und Gebühren finanziert werden, eine Beratungsgebühr ist nicht geplant. "Wenn wir Standardtransaktionen noch weiter automatisieren, gewinnen unsere Berater zusätzlich freie Kapazitäten", sagte Breiing.

Die Citibank scheint durch den Erfolg ihrer Anbieter-unabhängigen Fondsberatung "Citichoice" beflügelt zu sein: Hierbei können Kunden aus Fonds von 21 Anbietern wählen und werden neutral beraten auf Basis von Einschätzungen von Standard & Poor?s (S&P). Der Kunde bekommt anhand seiner Vorgaben zu Anlagehorizont und Risiko eine Liste mit für ihn passenden Fonds. Damit konnte die Citibank trotz Aktienbaisse die Zahl der Wertpapierdepots mit Fonds seit Mai 2000 um 22,3 % auf 175 223 steigern.

"Dabei machen wir die Beobachtung, dass Kunden bei dieser Endauswahl Fonds von den Gesellschaften nehmen, die über einen bekannten Markennamen verfügen", sagte der Marketing-Vorstand. Im Absatz würden sich also Gesellschaften stärker durchsetzen, deren Fonds dauerhaft gut performen und die zusätzlich über eine starke Marke verfügen. "Das macht aus meiner Sicht auch Sinn, denn ein starker Markenname ist die beste Bestätigung der Kaufentscheidung für den Kunden. Die Gesetze der Markenartikelindustrie gelten auch für den Finanzbereich", so Breiing. Welche Gesellschaften beim Absatz im Citichoice-Programm vorne liegen, wollte Breiing aber nicht verraten.

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