Statistik spricht gegen WM-Titel für Tschechien
Der Fluch des heimischen Eises

Das Ziel war von Anfang an klar: "Go for Gold" kann es bei der Weltmeisterschaft 2004 im eigenen Land für Tschechien nur heißen, alles andere käme einer nationalen Enttäuschung gleich. Doch die Statistik spricht eindeutig gegen einen Erfolg der Gastgeber. Immerhin stolze 18 Jahre ist es mittlerweile her, dass die ausrichtende Nation am Ende auch das Weltmeister-Team stellte. Das letzte Mal gelang dies 1986: Damals triumphierte das russische Team in Moskau.

PRAG. Die hohe Erwartungshaltung der Öffentlichkeit, der große Druck der Medien, aber auch der eigene Anspruch der Spieler, sich gerade vor den hemischen Fans zu beweisen - das alles kann ins Negative umschlagen und aus dem vermeintlichen Heimvorteil wird ein Hemmschuh. Und oft entscheiden Winzigkeiten über "Sein oder Nicht-Sein", etwa ungenutzte Chancen oder ein unglückliches Tor - und schon wird die WM im eigenen Land zum schweren Trauma statt zum Triumphmarsch.

Den "Fluch des heimischen Eises" zu brechen, haben in den vergangenen Jahren viele Spitzenteam versucht - ohne Erfolg. Zuletzt waren es die Finnen, die an dem versuch scheiterten. "Die heimischen Fans werden uns helfen. Sie werden uns zum Gold tragen. Zudem können wir aucf alle spieler zurückgreifen, die bei den Olympischen spielen in Nagano dabei waren - und das war das beste Team, das wir je hatten", behauptete selbstbewusst noch vor der WM der finnische Coach Hannu Aravirta. Doch schon im Viertelfinale platzte dann der Gold-Traum der Finnn wie eine Seifenblase, als sie eine 5:1-Führung gegen Schweden noch verspielten und ausschieden.

Auch die Russen wissen vom vermeintlichen Heimvorteil ein Lied zu singen. Bei der WM 2000 in St. Petersburg waren eigentlich alle Voraussetzungen für ein positives Abschneiden erfüllt: Es gab eine neue Arena, ein Team voll mit Stars aus der NHL samt Bure und Jasin, gut gelaunte Fans - das alles sollte das Team nach mageren Jahren wieder zum erwünschten Titel führen. Doch statt dessen endete das Turnier mit einem Debakel: Nach verlorenen Spielen gegen die Schweiz, Weißrussland und Lettland landeten die "Sbornaja" auf einem enttäuschenden elften Platz - die schlechteste Platzierung in der WM-Geschichte Russlands. Am schlimmsten endete die Ausrichtung einer WM allerdings für Österreich: 1996 stieg das Team am Ende des Turniers in Wien in die B-Gruppe ab. 2005 wird die Alpenrepublik erneut Ausrichter der Titelkämpfe sein.

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