Staupe grasiert
4 900 tote Seehunde

Die tödliche Seehundstaupe grassiert weiter. 15 700 Seehunde sind nach dem neuesten Statusbericht des Internationalen Wattenmeersekretariats in den betroffenen Regionen registriert worden.

HB/dpa WILHELMSHAVEN/TÖNNING. 1 000 mehr als am vergangenen Freitag. Für die deutschen Küsten und das Wattenmeer liegt die Zahl bei fast 4 900 Tieren. "Es werden täglich mehr", sagte eine Sprecherin des Wattenmeersekretariats am Mittwoch.

Allein im niedersächsischen Wattenmeer wurden 2 721 tot angeschwemmte Seehunde gezählt. Für Schleswig-Holstein, Hamburg und der Insel Helgoland weist der Statusbericht 2 111 tote Tiere aus. In der deutschen Ostsee vor Mecklenburg-Vorpommern wurden bisher 6 Seehunde gezählt.

Der Leiter des Nationalparkamtes in Tönning (Kreis Nordfriesland), Bernd Scherer, schließt nicht aus, dass die Epidemie sich bis ins nächste Jahr hineinzieht. Es sei auch nicht sicher zu sagen, ob das Sterben der Meeressäuger seinen Höhepunkt erreicht habe.

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