Steffel als Nachfolger gehandelt
CDU-Fraktionschef Landowsky kündigt Rücktritt an

Der politisch schwer angeschlagene Berliner CDU-Fraktionschef Klaus Landowsky will am 15. Mai von seinem Amt zurücktreten. Das gab der 58-Jährige am Sonntag auf einer Klausurtagung der Fraktion im Kloster Banz (Bayern) bekannt.

ddp KLOSTER BANZ. Der Politiker zieht damit die Konsequenz aus dem CDU-Spendenskandal und der Berliner Bankenkrise. Zur Begründung sagte Landowsky, er wolle der SPD kein "Scheinalibi" verschaffen, die Koalition zu verlassen. Die SPD fordert den Rücktritt von Landowsky, weil sie in ihm einen der Hauptverantwortlichen für die CDU-Spendenaffäre und Milliardenverluste der Bankgesellschaft sieht.

Als aussichtsreichster Bewerber für den Fraktionsvorsitz gilt nun der Unternehmer und bisherige Fraktionsvize Frank Steffel. Der 35-Jährige meldete bei der Fraktionsklausur offiziell seine Kandidatur an. Er wird vom Regierenden Bürgermeister und CDU-Landeschef Eberhard Diepgen unterstützt, der auch vor der Fraktion für die Wahl von Steffel warb.

Vorgesehen ist, dass Landowsky künftig als stellvertretender CDU-Landeschef in der "zweiten Reihe" tätig ist. Diepgen sagte dazu, Landowsky könnte "Integrationsaufgaben" übernehmen und der Partei eine "neue Dynamik" geben. Die Wahl soll auf einem Landesparteitag am 11./12. Mai erfolgen. Dort erstattet Landowsky auch noch einen Bericht als Fraktionschef.

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