Archiv
Steffi Graf in «Tennis Hall of Fame»DPA-Datum: 2004-07-12 12:17:03

Newport (dpa) - Steffi Graf war zu Tränen gerührt. Als André Agassi bei der Aufnahme in die «Tennis Hall of Fame» die Laudatio für seine gerade geehrte Ehefrau hielt, liefen der einstigen Tennis-Queen aus Deutschland dicke Tränen der Rührung über die Wangen.

Newport (dpa) - Steffi Graf war zu Tränen gerührt. Als André Agassi bei der Aufnahme in die «Tennis Hall of Fame» die Laudatio für seine gerade geehrte Ehefrau hielt, liefen der einstigen Tennis-Queen aus Deutschland dicke Tränen der Rührung über die Wangen.

«Nicht, dass dieser Anlass hier nicht emotional genug wäre», stammelte sie in Newport ins Mikrofon. «Das Beste auf der Tour war, dass du mir begegnet bist. Dafür werde ich immer dankbar sein», antwortete Steffi Graf und lächelte dabei ihren André verliebt an, mit dem sie seit dem 22. Oktober 2001 verheiratet ist.

Fast auf den Tag genau ein Jahr nach Boris Becker wurden mit der 35 Jahre alten Wahl-Amerikanerin sowie Stefan Edberg (Schweden) und der inzwischen 87-jährigen Dorothy Cheney drei einstige Tennis-Asse in die Ruhmeshalle der Tennis-Größen aufgenommen. Für Steffi Graf war das eine große Ehre und eine weitere Auszeichnung nach einer glanzvollen Karriere, die am 13. August 1999 nach insgesamt 107 Turniersiegen endete. Im selben Jahr nahm sie den World Sport Award als Jahrhundert-Sportlerin in Empfang.

Die Zeremonie in Newport/Rhode Island ging Steffi Graf sichtlich unter die Haut. Dabei sind Ehrungen eigentlich gar nicht ihr Ding. Sie bedeuten Stress, gestand sie kürzlich in einem dpa-Interview. «Öffentliche Auftritte dieser Art, eine Rede halten zu müssen, ist für mich noch immer nicht angenehm. Aber es ist natürlich auch eine ganz besondere Ehre», berichtete die Mutter von Sohnemann Jaden Gil (2 1/2 Jahre) und Töchterchen Jaz Elle (9 Monate).

22 Grand-Slam-Siege, allein sieben davon auf dem «Heiligen Rasen» von Wimbledon, stehen für sie zu Buche. Insgesamt 377 Wochen war die «Gräfin» die Nummer 1 der Weltrangliste. 1988 holte sie sogar den so genannten Golden Slam: Zu den Erfolgen bei allen vier Grand-Slam- Turnieren kam noch der Olympiasieg in Seoul hinzu.

Diese beispiellose Bilanz hat auch bei ihren damaligen Konkurrentinnen mächtig Eindruck hinterlassen. So stellte ihre langjährige Rivalin Chris Evert-Lloyd am Rande eines Dinners in Newport neidlos fest: «Wenn ich gefragt werde, wer die größte Tennis-Spielerin in den zurückliegenden 25 Jahren war. Dann antworte ich ohne zu zögern: Steffi Graf.»

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%