Steffi Nerius Fünfte
Speerwerfen: Weltrekordlerin Menendez ungefährdet

dpa EDMONTON. Die Speerwurf-Weltrekordlerin Osleidys Menendez wurde ihrer Favoritenrolle gerecht. Anschließend erklärte sie, dass sie den Sieg bei den Weltmeisterschaften in Edmonton dem kubanischen Volk widmet, das sie all die Jahre unterstützt habe. Mit 69,53 m behauptete sich die 21-Jährige mit klaren Vorsprung vor Titelverteidigerin Mirela Manjani-Tzelili (Griechenland/65,78) und ihrer Landsfrau Sonia Bisset (64,69). «Ich kann nicht beschreiben, wie glücklich ich über diesen Sieg bin. Nach meinem Weltrekord habe ich mir die Gold-Medaille gewünscht», sagte Menendez. Sie hätte mit vier ihrer Würfe den WM-Titel erobert.

Schon vor ihrem Weltrekord am 1. Juli mit 71,54 m - die erste 70-m-Weite mit dem seit 1999 gültigen Speer - hatte die verletzte Europameisterin Tanja Damaske (Berlin) die Kubanerin auf das Favoritenschild gehoben: «Die schlägt keiner.» Auch die Olympia- Vierte Steffi Nerius (Leverkusen) räumte der Kubanerin eine Ausnahmestellung ein. «Die ist weit weg und eine andere Welt», meinte sie nach der Entscheidung. Dass sie selbst als Fünfte mit 62,08 m nicht in den Medaillenkampf eingreifen konnte, ärgerte die 29-Jährige. «Mit einem gesunden Ellenbogen hätte ich auch 66 m werfen können», trauert sie der verpassten Gelegenheit nach.

Nerius leidet schon das ganze Jahr an einer chronischen Sehnenentzündung im rechten Ellenbogen des Wurfarms und erhielt Kortisonspritzen. Darum konnte die deutsche Meisterin nur wenig Technik trainieren und lediglich vier Wettkämpfe bestreiten. «Da leidet die Psyche und die Stabilität.» Darum steht nach der Rückkehr aus Edmonton erst einmal der Heilungsprozess im Vordergrund. Wettkämpfe will sie darum keine mehr bestreiten. «Das muss erst einmal raus aus dem Kopf. Nächstes Jahr, wenn ich gesund bin, hole ich eine EM-Medaille», versprach sie.

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