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Steht diese Woche noch eine Zinssenkung bevor?

Die Hoffnung auf eine Zinssenkung fachte in den vergangenen zwei Handelstagen die Wall Street an. Ob Greenspan unter Zugzwang gerät, hängt neben dem schwachen Aktienmarkt, vor allem von dem Verlauf der Verbrauchervertrauens ab. Und genau dieses rutschte im Februar auf das niedrigste Niveau seit Juni 1996.

wsc NEW YORK. Mit einem Indexstand von 106,8 Punkten lagen die Daten 3,2 Punkte unter den Schätzungen. Seit nunmehr fünf Monaten befindet sich der Stimmungsindikator auf dem absteigenden Ast, das ist ein Warnzeichen dafür, dass Verbraucher weniger konsumieren werden und dadurch die US-Konjunktur in einer Rezession stürzen könnten.

Während die 5 000 befragten Haushalte die aktuelle Wirtschaftslage noch für "okay" halten, hat die Angst vor einer Rezession in den kommenden sechs Monaten deutlich zugenommen. Die Nachrichtenwelle über zunehmende Entlassungen und einer drohenden Rezession bereiten Verbrauchern in allen Einkommensschichten Kopfschmerzen. Lediglich 11 % der befragten Haushalte rechnen mit einer konjunkturellen Erholung. Der Index, der die zukünftigen Erwartungen verfolgt, ist um rund 13 %auf 68,7 Punkte eingebrochen.

Dass die Stimmung bei den Verbrauchern deutlich nachgelassen hat, macht sich ebenfalls am Immobilienmarkt bemerkbar. So sind die Verkäufe neuer Häuser und Wohnungen im Januar um 10,9 % gesunken. Die Wall Street blickt nach den schwachen Wirtschaftsdaten mit Spannung auf Alan Greenspan. Glaubt man Wayne Angel, dem ehemaligen Notenbanker und jetzigen Chef-Volkswirt des Brokerhauses Bear Stearns, liegt die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung für diese Woche bei 80 %. Zum Wochenauftakt teilte ein Sprecher der Notenbank mit, dass Alan Greenspan in seiner Rede an diesem Mittwoch die aktuellen Wirtschaftsentwicklungen mit berücksichtigen werde.

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