Steigende Anzeigenerlöse
Verlage sehen Ende der Werbekrise

Bei den Zeitschriftenverlagen mehrt sich der Optimismus. Obwohl die Verleger für 2003 noch mit einem leichten Minus im Anzeigengeschäft rechnen, sehen sie für das kommende Jahr wieder einen Trend zu steigenden Werbeausgaben.

HB DÜSSELDORF. Nach drei schwachen Jahren soll das Jahr 2004 endlich wieder ein gutes Werbejahr werden. "Die Talsohle ist erreicht", sagte der Chef des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), Hubert Burda, am Mittwoch in Berlin. Nach Verbandsangaben ist der Werbemarkt in den ersten neun Monaten um 2,4 % oder 280 Mill. Euro gewachsen. Bei den Publikumszeitschriften sei der Zuwachs jedoch noch nicht angekommen.

Allerdings habe sich das Umsatzminus von 9,6 % aus dem ersten Quartal 2003 bis Ende September halbiert. Für das Gesamtjahr rechnen die Zeitschriftenverleger angesichts des positiven Trends nur noch mit einem leichten Umsatzminus im Anzeigengeschäft. Im kommenden Jahr dürften die Werbeumsätze der Zeitungen dann um 2,7 %, die der Publikumszeitschriften um 3,4 % höher ausfallen.

Auch in der Krise gute Erträge

Viele Verlage befänden sich nach der härtesten Krise der Medienbranche auf dem Umsatzniveau der 90er Jahre, erklärte der Geschäftsführer des Spiegel-Verlages, Karl Dietrich Seikel. Trotzdem würden viele Zeitschriften auch in Zeiten rückläufiger Umsätze und schärferen Wettbewerbs gute Erträge erwirtschaften. Die Verlage hätten ihre Strukturen neu geordnet und gestrafft sowie die Vertriebserlöse erhöht. Insgesamt seien die Zeitschriften gut durch die Krise gekommen.

Zum Teil können die Magazine sogar kräftige Anzeigenzuwächse verzeichnen. An der Spitze der VDZ-Statistik steht "Sport-Bild" mit einem Plus von 28,3 % gefolgt von "Maxi" mit einem annähernd gleichen Zuwachs und den Zeitschriften "Joy", "InStyle" und "Motorrad", die alle um 20 % und mehr zulegen konnten. Auch in diesem Jahr kamen wieder viele neue Titel auf den Markt. "Von Januar bis Mai sind 198 neue Zeitschriften entstanden", sagte Burda. Besonders erfolgreich sind laut VDZ Frauenzeitschriften sowie Reise- und Shoppingmagazine.

Die Gesamtauflage bei den Publikumstiteln ist im dritten Quartal mit knapp 126 Mill. Exemplaren stabil geblieben. Dem kommenden Jahr sehen die Verleger optimistisch entgegen. Einer Studie des VDZ und der Boston Consulting Group zufolge gehen 84 % der Werbeagenturen 2004 von steigenden Umsätzen aus. Das sollte sich bei den Zeitschriften und Zeitungen dann auch in steigenden Werbeumsätzen niederschlagen.

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