Steigende Investitionen - Zum Aufatmen aber noch zu früh
Aufbruchstimmung im Markt für IT-Sicherheit

Das Service-Angebot der Sicherheits-Dienstleister soll bis 2002/03 den Durchbruch erlangen werde. Bereits im kommenden Jahr rechnet die Meta-Group mit einem Volumen von über 1,1 Mrd. DM für Enterprise Security Services in Deutschland.

HB DÜSSELDORF. Verschärfte Anforderungen durch E-Business, teure und komplexe Security-Produkte sowie nicht zuletzt der Mangel an Skills und geeigneten Fachkräften bei den Anwendern treibt nach Meinung der Meta-Group die Nachfrage nach externer Unterstützung voran. Davon profitierten immer mehr Sicherheits-Dienstleister, deren Service-Angebot bis 2002/03 den Durchbruch erlangen werde. Bereits im kommenden Jahr rechnen die IT-Berater in Deutschland mit einem Volumen von über 1,1 Mrd. DM für Enterprise Security Services.

Am Markt für Security-Produkte und-Dienstleistungen herrscht momentan Aufbruchstimmung. Es mehren sich die Anzeichen, dass viele Anwender immer mehr für die Sicherheitsthematik sensibilisiert sind. Dies trifft insbesondere auf die "Global 2000" - das heißt die weltweit 2000 größten Unternehmen - zu. Nach Einschätzung der Meta-Group werden dort im Jahr 2001 bereits 75 Prozent der Unternehmen über dedizierte Teams für Informationssicherheit verfügen, welche direkt dem CIO (Chief Information Officer) oder der Geschäftsführung berichten.

Gleichzeitig sollen weltweit die IT-Security-Budgets der Global-2000-Unternehmen insgesamt mit 40 bis 50 Prozent pro Jahr wachsen. Positiv sei auch der Trend bei der Entwicklung einzelner Technologien, wie beispielsweise der Public-Key-Infrastrukturen (PKI). Diese würden innerhalb der kommenden zwei Jahre ihre Marktreife erleben.

Zum Aufatmen sei es aber zu früh, denn das Sicherheitsniveau in und zwischen den Unternehmen müsse mit der rasanten Entwicklung im E-Business Schritt halten. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kämpften die Anwender zudem noch mit geringer Reife und Standardisierung der Security-Technologien sowie mangelnder Kompatibilität von Produkten.

Auch unternehmensintern sieht Meta-Group Barrieren: Oftmals herrsche produktorientiertes statt geschäftsprozessorientiertes Denken vor, Mitarbeiterschulung und unternehmensinterne Kommunikation werden vernachlässigt. Uneinheitlich seien zudem die Vorgehensweisen beim Aufbau von Security-Policies. Deren unternehmensweite Umsetzung werde nicht genügend kontrolliert, und Standards hinsichtlich der Messbarkeit von Risiken und Erfolg von Maßnahmen fehlten.

Ursache dieser "Mängelliste" seien nicht zuletzt der Mangel an Security-Know-how im Unternehmen. Geeignete IT-Security-Spezialisten seien rar und wollten gut bezahlt werden. Anwender seien daher vermehrt auf die Unterstützung durch externe Dienstleister angewiesen. Anbieter von Security-Consulting und Systemintegration könner nach Einschätzung der Meta-Group daher weltweit mit starken Wachstumsraten rechnen.

Bis 2003 sei vor allem die Implementierung von Sicherheitslösungen gefragt. Für 2004 und 2005 rechnet Meta-Group mit einem Aufschwung von Beratungsleistungen rund um Security-Policy und-Architekturen sowie Assessment und Audit ausgegangen. Ein sprunghafter Anstieg der Aktivitäten werde in den kommenden 12 bis 18 Monaten auch im Segment des Security-Outsourcings erwartet. In diesen derzeit noch unreifen Markt würden spezialisierte Security-Dienstleister, traditionelle Outsourcer, Internet Service Provider (ISPs) und Telekommunikationsunternehmen gleichermaßen vorstoßen.

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