Steigende Umsätze in Nordamerika und Asien beflügelten Geschäft
Deutsche ABB-Tochter sieht sich im Aufwärtstrend

Der Auslandsanteil stieg gegenüber dem Vorjahr von 24 auf 33 %. Der schwache Euro und die Auslandskonjunktur kurbelten das Geschäft an.

Reuters HANNOVER. Der Mannheimer Technologiekonzern Asea (ABB) hat sein Ergebnis im ersten Halbjahr weiter verbessert und erwartet, dass sich der Aufwärtstrend im zweiten Halbjahr noch verstärkt. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit habe sich bis zur Jahresmitte um vier Prozent auf 47 Mill. Euro erhöht, teilte das Unternehmen am Dienstag in Hannover mit. Hinzu komme noch ein außerordentliches Ergebnis von 137 Mill. Euro aus dem Verkauf eines siebenprozentigen Anteils am früheren Gemeinschaftsunternehmen ABB Alstom Power. Der Umsatz sei geringfügig gestiegen und liege bei 1,49 Mrd. Euro.

"Mit diesem Ergebnis sind wir in einem stabilen Aufwärtstrend, der sich in der zweiten Jahreshälfte noch weiter verstärken sollte", teilte Vorstandschef Horst Dietz mit. Der Auftragseingang aus dem Ausland habe wegen der guten Auslandskonjunktur und des schwachen Euro um 18 % auf 537 (Vorjahreszeitraum 455) Mill. Euro zugelegt. Impulse seien dabei aus Asien und Nordamerika gekommen. Der Auslandsanteil am gesamten Auftragseingang habe bei 33 (24) % gelegen.

Im Inland habe der Ordereingang dagegen mit 1,11 Mrd. Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 1,42 Mrd. gelegen. Dieser Rückgang wurde damit erklärt, dass der Vorjahreswert noch durch den Auftrag für den Großflughafen Berlin-Brandenburg höher gewesen sei. Das Bieterverfahren um den neuen Flughafen war später wegen Unregelmäßigkeiten gerichtlich gestoppt worden, woraufhin der Großauftrag in den Büchern storniert werden musste. Dadurch sank auch der Gesamtauftragseingang den Angaben zufolge um 13 % auf 1,64 Mrd. nach 1,87 Milliaren Euro im Vorjahr.

Für das zweite Halbjahr werde eine weitere Verbesserung des Auslandsgeschäfts erwartet, das durch den schwachen Euro zusätzlichen Schub erhalten dürfte, teilte die deutsche Tochter des schwedisch-schweizerischen Elektrotechnikkonzerns ABB weiter mit. Im Inland wirkten dagegen sich die Folgen der Liberalisierung der Strommärkte weiter ungünstig auf das Geschäft aus.

Wie ABB weiter mitteilte, wurde mit dem Internet-Unternehmen Cisco Systems eine strategische Zusammenarbeit vereinbart. Cisco werde ABB dabei unterstützen, die Möglichkeiten des E-Business in allen Geschäftsprozessen zu nutzen, hieß es.

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